06.01.13

Karibik

Suche nach verschollenem Mode-Chef Missoni ausgeweitet

Vittorio Missoni war mit seiner Frau im Flugzeug auf dem Weg nach Caracas. Vermutlich ist die Maschine ins Wasser gestürzt.

Quelle: Reuters
06.01.2013 0:42 min.
Vittorio Missoni, Chef des gleichnamigen Modehauses, und fünf weitere Personen werden in Venezuela vermisst, wo ihr Kleinflugzeug vor einigen Tagen vom Radar verschwand.

Die Suche nach dem verschollenen Flugzeug mit dem italienischen Mode-Unternehmer Vittorio Missoni (58) ist erweitert worden.

Die Behörden vermuten, dass die Strömungen das wahrscheinlich in die Karibik-Gewässer gestürzte Flugzeug westwärts getrieben haben könnten. Das berichtete die Zeitung "El Tiempo". Die bislang erfolglosen Suchaktionen, an denen Hubschrauber, Flugzeuge und Motorboote teilnehmen, erstreckten sich bis Boca de Aroa und San Juan de los Cayos, rund 150 Kilometer von der Flugroute entfernt.

Die zweimotorige BN 2 Islander mit sechs Insassen, unter ihnen Missoni, seine Frau Maurizia Castiglioni und zwei weitere italienische Touristen, war am Freitag von dem Archipel Los Roques nach Caracas gestartet. Zehn Seemeilen südlich der Inseln brach der Funkverkehr ab.

Wegen rauer See gestaltete sich die Suche nach den Vermissten am Sonntag schwierig, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf Quellen aus dem Lagezentrum am Flughafen von Caracas meldete. Rund 80 Einsatzkräfte suchten demnach nach den Vermissten. Am Flughafen von Caracas wartete auch die Ehefrau des Co-Piloten der verschollenen Maschine auf ein Lebenszeichen der Vermissten: "Es ist nervenaufreibend, keine Neuigkeiten zu haben", sagte sie laut Ansa.

"Wir halten an einem Hoffnungsschimmer fest", sagte Oswaldo Scalvenzi, ein Verwandter einer Freundin Missonis, die sich an Bord des Flugzeugs befand, am Samstagabend im italienischen Staatsfernsehen. "Bis wir das Wrack sehen", habe seine Familie noch Hoffnung.

Schon einmal auf dieser Strecke ein Unglück

Nach einem Flugzeugunglück vor fünf Jahren auf derselben Flugstrecke blieben 13 der 14 Insassen bis heute verschollen. Nur die Leiche des Kopiloten konnte im Wasser geborgen werden. Damals befanden sich auch acht italienische Touristen an Bord, wie die Zeitung "El Universal" am Sonntag berichtete.

Der 58-jährige Vittorio Missoni ist der älteste Sohn von Ottavio Missoni (91), der 1953 das Unternehmen Missoni gründete. Das bei Prominenten beliebte Modehaus ist vor allem für seine geometrischen Muster bekannt. Vittorio Missoni war zuletzt Vorstandsvorsitzender des Unternehmens.

Er hatte Weihnachten und Neujahr auf Los Roques mit seiner Frau und vier weiteren italienischen Freunden verbracht. Dort hatten sie ein Fischerboot gemietet, berichtete die Zeitung "El Nacional". Eines der befreundeten Paare sei am Freitag auf den Inseln geblieben, während die anderen vier das Flugzeug nahmen, um von Caracas aus nach Europa zurückzufliegen.

Die Inseln Los Roques sind ein beliebtes Touristenziel in der venezolanischen Karibik, mit einem der größten Marine-Naturparks Südamerikas.

Quelle: dpa/dapd/sei
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