04.01.2013, 16:31

ICE-Vollbremsung Brötchenesser im Gebüsch löst Zugverspätungen aus

Schrecksekunde für einen ICE-Lokführer: Weil ihm eine Person am Bahngleis in Bochum-Wattenscheid verdächtig vorkam, zog er die Notbremse. Dabei aß der Mann im Gebüsch nur ein Brötchen.

Ein Mann im Gebüsch an den Bahngleisen hat einen ICE-Lokführer so sehr irritiert, dass er eine Vollbremsung auslöste.

Da er einen Schlag am Triebkopf feststellte, ging der Lokführer von einem Personenschaden aus und stoppte den ICE.

Dabei stand der 52-Jährige aus Bochum in Wattenscheid nur an der Strecke und kaute ein Brötchen, teilte die Bundespolizei in Dortmund mit. Er wollte vorbeifahrende Züge beobachten.

Der Lokomotivführer dachte, er hätte den Mann überfahren. Doch herbeigerufene Polizisten fanden kein Opfer, sondern nur den Mann im Gebüsch. Er war unverletzt. Ursache für den Schlag am Triebfahrzeug war offenbar ein Vogel.

Durch den Vorfall verspäteten sich zehn Züge um insgesamt 74 Minuten, ein Zug wurde umgeleitet. Den hungrigen Trainspotter aus Bochum erwartet nun ein Verfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

(dpa/dapd/cast)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter