01.01.13

2013

So feierten die Menschen auf der ganzen Welt Silvester

Milliarden Menschen haben rund um die Welt das neue Jahr begrüßt. Spektakuläre Feuerwerke erleuchteten die Städte, in Indien wurde getrauert

Foto: dpa

2013 ist da!

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Nicht nur in Berlin wurde auf Deutschlands größter Silvesterparty kräftig gefeiert, auch bundesweit wurde kräftig geböllert. Menschenmengen genossen den Funkenregen über dem Stuttgarter Schlossplatz, der Kieler Förde oder der Kölner Domplatte. 115 Millionen Euro haben die Bundesbürger für Feuerwerk ausgegeben.

Der Nachthimmel über dem Opernhaus in Sydney leuchtete schon um 14 Uhr deutscher Zeit, als Australien den ersten Tag des neuen Jahres beging. Mehr als eine Million Besucher waren dabei. Popstar Kylie Minogue trat auf und mehr als sieben Tonnen Feuerwerk explodierten über der berühmten Oper der Millionenstadt.

Wenige Zeitzonen weiter, in Japan und China, ging es in der Neujahrsnacht etwas ruhiger zu. Der Jahreswechsel wird in China traditionell erst während des Frühlingsfestes gefeiert. In Tokio und anderen Städten hielten Geistliche Rituale in Schreinen und Tempeln ab – rund 100 Millionen Menschen werden dort in den kommenden drei Neujahrstagen um Gesundheit und Erfolg bitten.

Zum ersten Mal Party in Birma

Auf dem Roten Platz haben zahllose Menschen in Moskau das neue Jahr begrüßt. Traditionell läutete die Uhr am Spasski-Turm des Kreml das neue Jahr ein. Minutenlang explodierten allein am Kreml etliche Raketen im Himmel über der russischen Hauptstadt und bildeten mit den Zwiebeltürmen eine märchenhafte Kulisse. Nachdem es tagsüber stark geschneit hatte, blieb es um Mitternacht bei etwa minus acht Grad aber trocken.

Ein als Väterchen Frost verkleideter Mann lief in Kirgistan mit Gefolge durch die Straßen, in Johannesburg in Südafrika ging es beim jährlichen Karneval am 31. Dezember bunt zu. Das erste öffentliche Silvesterfest fand in Birma statt: Zehntausende junge Menschen feierten in Rangun ausgelassen zu Rockmusik und Tanz. Bisher hatte das Militärregime die Feiern stets verboten.

Auch im Nahen Osten haben zahllose Menschen das neue Jahr mit Spektakel und Partys willkommen geheißen. Ein buntes Feuerwerk tauchte im Golfemirat Dubai das höchste Gebäude der Welt in Rot, das 828 Meter hohe Burj Khalifa. In Afghanistan feierten Soldaten der Nato: In ihrem Hauptquartier in Kabul tanzten um Mitternacht Angehörige der Isaf-Mission beschwingt in das Jahr 2013. Trotz der Partystimmung trugen sie häufig Uniform und schwere Waffen.

Feiern fallen in Indien aus

In Indien fielen dieses Jahr viele Silvesterpartys aus. Der Tod eines 23 Jahre alten Vergewaltigungsopfers überschattet das Land. Mehrere Discos in Neu Delhi sagten ihre traditionellen Feste ab. In den vergangenen Tagen waren Tausende Inder zu Protesten auf die Straße gegangen, nachdem die Frau von mehreren Männern geschlagen und vergewaltigt worden war. Statt Partys gab es Kerzenmahnwachen.

Stiller Jahreswechsel ebenso in Frankreich: Ohne Böller und Feuerwerk hat das neue Jahr in Paris begonnen. Pyrotechnik ist in der französischen Hauptstadt seit Jahren verboten. In diesem Jahr gab es aus Sicherheitsgründen zudem auch kein Großfeuerwerk am berühmten Eiffelturm. Dennoch strömten bei ungemütlich-regnerischem Wetter Tausende in die zentralen Arrondissements der Stadt des Lichts.

In New York begrüßten rund eine Million Menschen mit viel Jubel, Konfetti und ausgelassenem Gesang das neue Jahr auf dem Times Square. Traditionell wurde um Mitternacht ein leuchtender Ball an einem Fahnenmast herabgesenkt und das Lied "Auld Lang Syne" angestimmt.

Zuvor waren bereits Stars wie Taylor Swift, Carly Rae Jepsen ("Call Me Maybe") und der koreanische Rapper Psy ("Gangnam Style") aufgetreten. Bei eisigen Temperaturen waren viele Menschen schon am Vormittag zum Times Square gekommen, um sich die besten Plätze bei dem auch live im US-Fernsehen übertragenen Spektakel zu sichern.

Das Silvester-Schlusslicht bildet Hawaii, wo es erst um 11 Uhr MEZ heißt: Happy New Year.

Die ersten, die ins neue Jahr rutschten, waren die Einwohner auf Samoa und den Linie-Inseln im Pazifik. Samoa hatte erst im vorigen Jahr Zeitgeschichte geschrieben. Die Bewohner gehörten zuvor zu den letzten, die das neue Jahr begrüßten. Am 29. Dezember 2011 sprangen sie über die Datumsgrenze, indem sie die Uhr 24 Stunden vorstellten.

Quelle: dpa/mim
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