31.12.12

Alkohol

Die skurrilsten Meldungen 2012 über Betrunkene

Ob waghalsig am Kölner Dom klettern, tolldreist im Zugfenster steckenbleiben oder nachts im Misthaufen landen – "Die Welt" fasst zusammen, was der Alkohol im abgelaufenen Jahr aus Menschen machte.

Foto: picture alliance / Bildagentur online

Im betrunkenen Zustand kann eine Dusche schon mal zum bequemen Schlafplatz werden
Im betrunkenen Zustand kann eine Dusche schon mal zum bequemen Schlafplatz werden

Rangieren

Eine betrunkene Frau hat in Bremen versucht, mit einer Rangierlokomotive nach Hause zu fahren. Die Frau kletterte in der Nacht auf einem Rangierbahnhof auf die abgestellte Lok. Zur Begründung für ihr Handeln sagte die 26-Jährige der Polizei, da die Bahn ein sehr sicheres Verkehrsmittel sei, habe sie die Lok in der Hoffnung geentert, damit nach Hause gefahren zu werden. "Vorne auf der Lok befindet sich eine total betrunkene Frau und spielt Galionsfigur", lautete indes der Hilferuf des Lokführers an die Polizei.

Blank ziehen

Ein junger Mann hat in Bremen zwei Polizistinnen erst seinen blanken Hintern gezeigt und ist dann auf der Flucht über seine eigene Hose gestolpert und mit dem Gesicht auf die Straße geschlagen. Den Rest der Nacht durfte der betrunkene 21-Jährige in einer Polizeizelle verbringen.

Meerschwein

Ihr Meerschweinchen hat eine sturzbetrunkene Frau aus Chemnitz Gassi geführt. Trotz 3,34 Promille rief die 28-Jährige dabei noch die Polizei, denn sie wähnte sich als Unfallopfer. Ein Auto habe sie angefahren, sagte sie. Als die Beamten eintrafen, hatte sie sich an einen geparkten Wagen geklammert. Einen Unfall konnten die Polizisten nicht erkennen.

Briten!

Betrinken statt Besinnen: Für etwa ein Drittel der Briten und der Dänen ist Weihnachten nicht nur das Fest der Liebe, sondern auch das Fest des Alkohols. Auf die Frage, ob sie an den Feiertagen betrunken seien, antworteten 33 Prozent der Briten und 30 Prozent der Dänen mit "Ja". Bei den Deutschen bejahten 17 Prozent. 7.12.

Ein Schmuckdieb

Mit 3,24 Promille Blutalkohol hat die Bundespolizei einen Ladendieb festgenommen. Bei der Festnahme sei der Beschuldigte so betrunken gewesen, dass er nicht mehr selbstständig gehen konnte, teilte die Polizei mit. Der 23-Jährige hatte Modeschmuck im Wert von rund 37 Euro gestohlen.

Polizeianweisung

Eine betrunkene Frau hat in Vorarlberg ihren Führerschein verloren, weil sie auf Anweisung der Polizei das Auto umgeparkt hat. Die 37-Jährige wehrt sich nun gegen die Strafe. Die Frau wollte nach einem Abendessen nicht mehr mit dem Auto nach Hause fahren, weil sie zu viel getrunken hatte. Bei einer Verkehrskontrolle wurde der Fahrer auf Alkohol getestet. Währenddessen verlangte ein Polizist von der Frau, den Wagen umzuparken, was sie tat. Ihr wurde der Führerschein abgenommen. Sie soll zudem 1300 Euro Strafe zahlen. Das will die Frau nicht akzeptieren.

Alkohol-Testgerät

Ein von der Polizei gestoppter Betrunkener hat in Coburg versucht, mit einem Alkohol-Testgerät zu telefonieren. Der 41-Jährige sei derart benebelt gewesen, dass er das Testgerät für ein Handy gehalten und einen Anruf probiert habe. "Er konnte aber weder mit dem Alkomat telefonieren, noch hineinblasen", sagte eine Sprecherin.

Kühlschrank mit Ausgang

Eine sturzbetrunkene Braunschweigerin hat in einer Bar einen Kühlschrank mit dem Ausgang verwechselt. Die 27-Jährige habe solange an dem Griff des Glastür-Kühlschranks gerüttelt, bis dieser umgestürzt sei. Der Streit über die Begleichung des Schadens an dem Getränkekühlschrank konnte erst von der Polizei geschlichtet werden.

Auf Zug aufspringen

Zwei Betrunkene sind am Münchner Hauptbahnhof auf einen anfahrenden Zug aufgesprungen und im Fenster steckengeblieben. Die beiden Allgäuer im Alter von 18 und 19 Jahren wollten laut Polizei gemeinsam mit drei Freunden den Zug in Richtung Lindau nehmen. Der Lokführer leitete eine Schnellbremsung ein. Den Teenagern droht eine Anzeige wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Im Altkleidercontainer

Zu tief ins Glas geschaut und prompt die falsche "Haustür" gewählt: Ein 23-Jähriger hat in Reinheim (Landkreis Darmstadt-Dieburg) wohl den Altkleidercontainer mit seiner Wohnung verwechselt. Ein Zeuge beobachtete den Betrunkenen kurz vor Mitternacht beim Einstieg in die Kleiderluke des verschlossenen Containers. Die Retter knackten das Schloss des Altkleidercontainers und befreiten den Mann.

Fliegende Schnapsflasche

Eine fliegende Schnapsflasche ist in Schwaben einem 52 Jahre alten Autofahrer zum Verhängnis geworden: Als der betrunkene Mann die Flasche auf der Autobahn 8 aus dem fahrenden Wagen warf, wurde er von Beamten der Autobahnpolizei beobachtet. Die Polizisten hielten den Autofahrer an und stellten fest, dass er zuvor die Flasche offenbar auch geleert hatte. Er hatte mehr als drei Promille.

In den Misthaufen

Ein 27-Jähriger hat in Böhmenkirch (Baden-Württemberg) einen Sturz aus einem Dachfenster überlebt – weil er mitten in einem weichen Misthaufen landete. Der Mann sei in der Nacht so stark betrunken gewesen, dass er aus dem Fenster fiel. Er landete zunächst auf das Zeltdach eines Gartenpavillons und wurde von dort auf den Misthaufen geschleudert. Die Polizei brachte den nur leicht verletzten, dafür aber stinkenden Mann in ein Krankenhaus.

Frau fährt betrunken zu Termin bei der Polizei

Betrunken und mit Handy am Ohr hat sich eine Autofahrerin in Schweinfurt auf den Weg zu einem Vorladungstermin bei der Polizei gemacht. Wie die Beamten mitteilten, setzte sich die 50-Jährige mit 2,3 Promille Alkoholgehalt im Blut hinters Steuer. Weil sie außerdem telefonierte, wurde sie kurz vor dem Polizeirevier von einer Streifenbesatzung angehalten. Da sich die Frau im Alkoholrausch nur schlecht mit den Beamten verständigen konnte, sollte sie mit zu einer Blutentnahme auf das Revier kommen. Die Autofahrerin bat allerdings darum, den Test zu verschieben, weil sie in anderer Sache einen wichtigen Termin bei der Polizei habe, den sie wahrnehmen wolle.

Entschuldigung

Die deutschen Hockey-Olympia-Helden gaben sich einsichtig: Die Goldmedaillengewinner haben für die auf der MS Deutschland bei ihrer Siegesfeier entstandenen Schäden um Verzeihung gebeten. "Die Mannschaft hat sich beim Kapitän entschuldigt, damit ist die Sache erledigt", sagte Jan Philipp Rabente, zweifacher Torschütze beim 2:1-Finalerfolg gegen die Niederlande: "Es geht schon mal ein Bier verschüttet oder ein Rotweinglas kaputt. Aber ganz so schlimm war es auch nicht."

Mit 4,18 Promille

Einen 40-jährigen Autofahrer mit 4,18 Promille haben Polizisten in Gifhorn erwischt. Bei einer Routineüberprüfung stoppten die Polizisten den Mann und testeten ihn auf Alkohol, weil er so stark danach roch. Die Beamten sicherten den Führerschein und leiteten ein Strafverfahren wegen Trunkenheit am Steuer ein.

Rückwärts in den See

Eine betrunkene 24-Jährige ist im bayerischen Teublitz mit einem Auto in einem See gelandet. Bei einer Party am Ufer war ihr am frühen Morgen die Idee gekommen, mit dem Wagen ihres Mannes fahren zu üben, wie die Polizei mitteilte. Die 24-Jährige, die keinen Führerschein besaß, legte den Rückwärtsgang ein, gas Gas – und versenkte das Auto in mehr als zwei Metern Tiefe. Durch das Autofenster konnte sie sich befreien. Eine Polizeistreife bemerkte den Unfall, weil sie "undefinierbare Lichtkegel" auf dem Grund des Sees gesehen hatte – die Scheinwerfer des Autos brannten noch.

Mehr als fünf Promille

Einem sturzbetrunkenen Obdachlosen hat die Polizei auf dem Erfurter Hauptbahnhof wohl das Leben gerettet. Der 35-Jährige hatte vor einem Warteraum im Bahnhof gelegen. Ein Atemalkoholtest ergab mehr als fünf Promille. Ab drei Promille sprechen Experten von einem lebensgefährlichen Betäubungsstadium mit Bewusstlosigkeit.

"Bin besoffen"

Mit den Worten "Ich habe keinen Führerschein und bin besoffen" hat sich ein Autofahrer aus dem Siegerland geoutet, den die Polizei in Dillenburg (Hessen) gestellt hat. Trockenes Fazit der Beamten: "Da hatte er Recht." Ein Test ergab, dass der 25-Jährige fast 2,7 Promille Alkohol im Blut hatte.

Biertrinker auf dem Dach

Ein Bierchen in luftiger Höhe hat in Frankfurt für einen größeren Rettungseinsatz gesorgt. Ein Rentner (72) hatte auf dem Dach eines Hauses einen Mann entdeckt, Schlimmstes befürchtet und Alarm geschlagen. Die Feuerwehr rückte mit einem Höhenrettungsteam an. Helfer gelangten schließlich zu einem geländerlosen Balkon und trafen dort nicht auf einen Lebensmüden, sondern auf einen überraschten Gebäudeglasreiniger. Der 29-Jährige habe nur sein "allmorgendliches Bier" und eine Zigarette genießen wollen, heißt es im Polizeibericht.

Ausgebüxte Schildkröte

Eine ausgebüxte Schildkröte hat im Landkreis Hof für Aufregung gesorgt. Ein Autofahrer hatte bemerkt, wie das Tier vom Ortsausgang Naila aus schnurstracks in Richtung Rodesgrün kroch. Drei Feuerwehrleute fingen die afrikanische Spornschildkröte ein. Das 20 Kilogramm schwere und unter Artenschutz stehende Tier landete zunächst in der Ausnüchterungszelle der Polizei. Die Beamten hatten nach Angaben des Sprechers befürchtet, dass die Schildkröte beißen könne. 21.06.

Ein Bub

Ein betrunkener 15-Jähriger hat im Rausch die Fensterscheibe einer Kapelle eingeschlagen und sich dabei schwer am Handgelenk verletzt. Der Junge war mit seinem 14 Jahre alten Kumpel zu Fuß im niederbayerischen Kalteneck (Kreis Passau) unterwegs. Zuvor hatten die beiden laut Polizeiangaben Alkohol getrunken und eine "Kräutermischung" geraucht. Ein Alkoholtest ergab bei beiden einen Wert von weit über einem Promille Alkohol im Blut.

Alarm in Siegen

Die Polizei in Siegen geht wegen Unfällen und Schlägereien unter Alkoholeinfluss an die Öffentlichkeit: "Wenn wir innerhalb einer Woche vier verletzte Kollegen beklagen müssen, nur weil einige Menschen ihren Alkoholkonsum offenbar nicht im Griff haben, dann ist das nicht akzeptabel", sagte Polizeidirektor Franz-Josef Hahmann.

Am Kölner Dom

Bei einer Klettertour auf den Kölner Dom hat ein Betrunkener am Himmelfahrtstag einige Monumente beschädigt. Der 38-jährige Düsseldorfer griff anschließend Passanten und einen Domwächter an. Ein Wächter – ein sogenannter Domschweizer – hielt den Kletterer, der sich den Angaben nach mit Faustschlägen gegen den Kirchenwächter wehrte, bis zum Eintreffen der Polizei fest.

Vor der Bundespolizei

Ausgerechnet vor dem Dienstgebäude der Bundespolizei in Lörrach hat sich ein total besoffener Mann auf die Straße gelegt, weil er sich nicht mehr auf den Beinen halten konnte. Die Polizei nahm ihn in Gewahrsam, ein Alkoholtest ergab fast 4 Promille Alkohol im Blut. Wie in solchen Fällen üblich, erwartet den Mann für Transport und Aufenthalt eine entsprechende Rechnung.

Alkoholisierter Welpe

Weil er seinen Labrador-Welpen Alkohol trinken ließ, darf ein Mann in England drei Jahre lang keinen Hund mehr halten. Der von einem Gericht in Nottingham Verurteilte hatte im August gemeinsam mit einem Zimmergenossen Wodka und Cola getrunken und sein Glas auf dem Boden abgestellt, um im Freien zu rauchen. Als er wieder zurückkam, hatte Hund Max das Glas geleert. Später wurde der sechs Monate alte Welpe gesehen, wie er umhertorkelte.

Quelle: dpa/AFP/dapd/kre/cast
Foto: Caroline Stern

Alkohol satt in einem der beliebten Berliner Spät-Kioske
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