30.12.12

Luxusliner

Brechdurchfall auf der "Queen Mary 2"

Albtraum in der Karibik: Mehr als 400 Passagiere und Crewmitglieder der Luxusliner "Queen Mary 2" und "Emerald Princess" leiden an Erbrechen und Durchfall. Die Symptome deuten auf Noroviren hin.

Foto: picture-alliance / dpa

Kreuzfahrt in die Karibik: 194 Passagiere und elf Besatzungsmitglieder wurden auf der „Queen Mary 2“ mit einem Magen-Darm-Virus infiziert
Kreuzfahrt in die Karibik: 194 Passagiere und elf Besatzungsmitglieder wurden auf der Queen Mary 2 mit einem Magendarmvirus infiziert

Ein unbekanntes Virus hat das Kreuzfahrtprogramm zweier Luxusliner in der Karibik zum Jahresende durcheinandergebracht. Wie die US-Gesundheitsbehörde CDC mitteilte, klagten mehr als 400 Passagiere und Besatzungsmitglieder über Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.

Die Symptome deuteten auf das hoch ansteckende Norovirus hin. Laboruntersuchungen seien im Gange, hieß es.

Beide Schiffe, die "Queen Mary 2" der Kreuzfahrtgesellschaft Cunard Line und die "Emerald Princess" von Princess Cruises, meldeten den Vorfall an die Gesundheitsbehörde. Dies ist dann vorgeschrieben, wenn mehr als zwei Prozent der Menschen an Bord betroffen sind. Die Schiffe wurden gereinigt und desinfiziert, um eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Schiffe starteten in den USA

Die "Queen Mary 2" stach am 22. Dezember in New York zu einer zehntägigen Kreuzfahrt in See. An Bord befanden sich den Angaben zufolge mehr als 3800 Menschen – davon waren 194 Passagiere und elf Besatzungsmitglieder infiziert.

An Bord der "Emerald Princess" – sie kehrte am 27. Dezember nach Fort Lauderdale in Florida zurück – waren demnach mehr als 4400 Menschen. Von ihnen erkrankten 189 Passagiere und 31 Mitglieder der Crew.

Das Norovirus zählt zu den häufigsten Erregern infektiöser Magen-Darm-Erkrankungen. Die Viren verursachen Erbrechen und schwere Durchfälle und führen zu einem erheblichen Flüssigkeitsverlust.

Übertragen wird das Virus hauptsächlich über direkten Kontakt zu Infizierten oder indirekt über verseuchte Flächen wie Waschbecken, Toiletten und Türgriffe, aber auch über Lebensmittel.

Quelle: AFP/cke
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