28.12.12

Bayern

Zwei Mädchen übersehen Regionalzug und werden getötet

Der Tod zweier Mädchen an einem Bahnübergang im bayerischen Günzburg bleibt rätselhaft. Die Schwester eines Opfers wurde Unfallzeugin.

Foto: dpa

Blick auf die Unfallstelle nahe Günzburg (Bayern)
Blick auf die Unfallstelle nahe Günzburg (Bayern)

Nach dem tragischen Tod zweier Mädchen im bayerischen Günzburg bleibt rätselhaft, weshalb die 15-Jährigen den herannahenden Zug übersahen. Möglicherweise habe Starkregen ihre Sicht behindert, sagte ein Polizeisprecher am Freitag in Kempten.

Die beiden Mädchen hatten am Donnerstagabend einen Bahnübergang überquert und wurden von einer Regionalbahn überfahren. Sie starben noch an der Unfallstelle. Zunächst hatte es noch geheißen, eines der Mädchen sei später im Krankenhaus gestorben.

Anders als an der Straße gebe es an dem Fußweg keine Schranke, dafür aber ein rotes Warnlicht, sagte der Sprecher. "Ob sie das Rotlicht übersehen oder missachtet haben, entzieht sich momentan unserer Kenntnis."

Die 16 Jahre alte Schwester des einen Opfers konnte den Übergang rechtzeitig überqueren. Sie und der Lokführer standen zunächst unter Schock. Sie wurden, ebenso wie die Familien der Opfer, von Experten betreut.

Nach Polizeiangaben zeigte die Ampel für Fußgänger zum Zeitpunkt des Unfalls Rot. Der Bahnübergang ist lediglich für Autofahrer mit einer Halbschranke gesichert. Auf dem Fußgänger- und Radweg ist eine Absperrung eingebaut, die Radfahrer zum Abbremsen zwingen soll. Die Bahnstrecke war nach dem Unfall vorübergehend gesperrt.

Weshalb die Jugendlichen auf die Gleise liefen, war am Freitag noch unklar. Zum Zeitpunkt des Unfalls habe es stark geregnet, sagte der Polizeisprecher. Geprüft werde, ob die Mädchen möglicherweise durch Gespräche abgelenkt waren. Die Daten des Zuges werden vom Eisenbahnbundesamt ausgewertet. Sie sollen Aufschluss darüber geben, ob der Lokführer Warnsignale abgab und wie schnell die Bahn war.

Erst an Heiligabend war es nahe Augsburg zu einem tödlichen Unfall an einer Bahnstrecke gekommen. Zwei Menschen waren im Bahnhof von Diedorf von dem Zug überfahren worden. Der Zugführer des IC von München nach Karlsruhe konnte den Zusammenstoß trotz Notbremsung nicht verhindern. Die Opfer wurden von der Lok frontal erfasst, der Zug kam erst rund 500 Meter hinter dem Bahnhof zum Stehen.

Quelle: dapd/dpa/sei
© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Starke Unwetter Erneut Überschwemmungen im Westen
Geplatze Wasserleitung Neun Meter hohe Fontäne überschwemmt Teile von…
Paris Die Luxus-Ratten vom Louvre
Hollywood-Stars So wild feiern Lopez und Bullock Geburtstag
Die Welt - Aktuelle News
  1. 1. AuslandGaza-KonfliktWaffenruhe zwischen Israel und Hamas gescheitert
  2. 2. KommentareRaketenangriffeIn Nahost sind wir Zeuge eines völlig neuen Krieges
  3. 3. AuslandUkraine-KriseSeparatisten stimmen Gefangenaustausch zu
  4. 4. WirtschaftNeue SteuerWladimir Putin bittet sein Volk zur Kasse
  5. 5. DeutschlandMilitäreinsätzeGauck verteidigt sich gegen Kritik von Pfarrern
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Solinger Uhrenmodel

Ben Dahlhaus, der Hype um das neue Sex-Symbol

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote