25.12.12

Deutschland-Wetter

Wärmste Weihnachten seit Beginn der Wetteraufzeichnung

Am Heiligabend wurde der Wärmerekord in Deutschland geknackt - und am ersten Weihnachtsfeiertag der in Berlin. Langsam wird es aber kühler.

Foto: dapd

Biergarten-Wetter: Besonders warm war es in München, wo es die Menschen Heiligabend in den Englischen Garten zog
Biergarten-Wetter: Besonders warm war es in München, wo es die Menschen Heiligabend in den Englischen Garten zog

Die diesjährigen Feiertage sind die wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Der offizielle Allzeitrekord für einen Heiligen Abend wurde mit 18,9 Grad in Freiburg gemessen, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. Die in manchen Berichten zu findende Temperatur von mehr als 20 Grad an Heiligabend in München sei zwar nicht auszuschließen, lasse sich aber nicht von einer amtlichen Wetterstation bestätigen, erklärten die Meteorologen.

Auch in Berlin verbreiteten milde Temperaturen einen Hauch von Frühling. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist der erste Weihnachtstag 2012 der wärmste in der Region Berlin-Brandenburg seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1893. Ob am Brandenburger Tor, am Kurfürstendamm oder Unter den Linden – Menschen strömten am Dienstag auf die Straßen der Hauptstadt zu ihrem ersten Spaziergang nach der Bescherung an Heiligabend.

Am Mittag wurden in Berlin-Tempelhof 12,5 Grad gemessen. Für Berlin reichen die Messreihen bis 1948 zurück. Im brandenburgischen Holzdorf (Elbe-Elster-Kreis) stieg das Thermometer sogar auf 13,8 Grad, in Potsdam auf 11,9 Grad, wie ein DWD-Sprecher sagte. Der letzte Rekord wurde am 25. Dezember 1983 mit 10,8 Grad in Potsdam registriert.

Am Heiligabend hatten sich mit 8,5 Grad in Berlin die Hoffnungen auf eine weiße Weihnacht endgültig zerschlagen. Ein Rekord war dieser Wert allerdings nicht. Am 24. Dezember 1977 wurden 15,5 Grad in Potsdam gemessen – der wärmste Heiligabend seit 1893.

Warme "Rita" geht - kalte "Quirina" kommt

Verantwortlich für das warme Wetter war das Randtief "Rita", das in Verbindung mit viel Sonnenschein das Quecksilber in die Höhe trieb. Als besonders außergewöhnlich hob der Deutsche Wetterdienst die Messwerte von dem 977 Meter hohen Oberpeißberg bei München hervor. In der bergigen Höhe seien am Morgen des Heiligen Abends – abgesehen von einigen Stationen in Sizilien und Spanien – die höchsten Temperaturwerte Europas gemessen worden. Mit 16,8 Grad erreichte das Thermometer einen Höchstwert, den es dort am 24. Dezember seit mehr als 200 Jahren nicht mehr erreicht hatte.

Mittlerweile ist "Rita" aber nach Südschweden abgewandert. In den kommenden Tagen wird sich das Wetter allmählich wieder jenem Stand anpassen, der für die Jahreszeit typisch ist. Dann übernehmen das Tief "Quirina" und ihre Nachfolgerinnen die Herrschaft über das Wetter in Deutschland, es soll zunächst noch mild, aber unbeständig bleiben. Zum Wochenende hin werden die Temperaturen langsam absinken.

Die Tiefdruckgebiete bringen aus dem Westen Niederschläge heran. In Süddeutschland kann es zu Sturmböen kommen, im Norden muss ab Freitag wieder mit glatten Straßen gerechnet werden. Die Schneefallgrenze sinkt dann wieder auf einen winterlichen Wert von 400 bis 800 Meter.

Hohe Wasserstände in Deutschland

Die milden Temperaturen sorgten in Teilen Deutschlands für hohe Wasserstände. So stieg in Rheinland-Pfalz und in Hessen das Wasser im Rhein am ersten Weihnachtstag weiter an. Von Speyer bis nach Düsseldorf in Nordrhein-Westfalen sei die Schifffahrt eingeschränkt, teilte das Hochwassermeldezentrum in Mainz am Dienstag mit.

Die Hochwasserlage in Köln entspannte sich am ersten Weihnachtsfeiertag. Am Dienstagvormittag lag der Rheinpegel bei 7,60 Metern und stieg nur noch minimal, wie die Hochwasserschutzzentrale mitteilte. Die anfangs prognostizierten acht Meter sollten vorerst nicht erreicht werden. Grund sei das trockene Wetter im gesamten Rhein-Einzugsgebiet vom Montag. Die Hochwasserexperten erwarten aber bereits am Donnertag wieder bedrohlich hohe Wasserstände.

Auch in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt meldeten die Hochwasserzentralen am ersten Weihnachtsfeiertag für mehrere Flüsse erhöhte Pegel. Für Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern sowie Berlin gab es noch keine Warnungen.

Quelle: AFP/dpa/ap
© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Starke Unwetter Erneut Überschwemmungen im Westen
Geplatze Wasserleitung Neun Meter hohe Fontäne überschwemmt Teile von…
Paris Die Luxus-Ratten vom Louvre
Hollywood-Stars So wild feiern Lopez und Bullock Geburtstag
Top Bildershows mehr
Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Solinger Uhrenmodel

Ben Dahlhaus, der Hype um das neue Sex-Symbol

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote