24.12.12

A3 in Bayern

Geisterfahrer fürchtet sich vor Geisterfahrern

Mehr als 14 Kilometer fuhr ein Mann auf der A3 in Bayern in die falsche Richtung und wunderte sich dabei über die vielen Geisterfahrer.

Foto: dapd

Zwischen Mainz und Wiesbaden will die Polizei mit solchen Schildern Geisterfahrten verhindern
Zwischen Mainz und Wiesbaden will die Polizei mit solchen Schildern Geisterfahrten verhindern

Aus Angst vor mehreren vermeintlichen Geisterfahrern hat ein 55 Jahre alter Mann kurz entschlossen die Autobahn verlassen. Was der Mann nicht ahnte: Er selbst war über mehr als 14 Kilometer der Geisterfahrer, während er am Sonntagmorgen auf der Autobahn 3 bei Straubing in die falsche Richtung fuhr. Dabei kamen ihm mehrere Autos entgegen.

Als er schließlich im Radio die Meldung über einen Falschfahrer hörte, bekam er Angst und nahm die nächste Abfahrt. Der Mann müsse sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten, teilte die Polizei am Montag mit.

Dem Bericht zufolge war der Mann aus dem Landkreis Traunstein auf seiner Fahrt nach Dresden bei Straubing in die falsche Richtung auf die Autobahn gefahren. Der Polizei sagte der 55-Jährige aus dem Landkreis Traunstein, er habe sich schon gewundert, dass ihm mindestens drei Falschfahrer entgegen gekommen seien. Mehrere entgegenkommende Autos wichen auf die rechte Fahrspur aus.

Ein Zeuge notierte sich das Kennzeichen des Falschfahrers und rief die Polizei. Der 55-Jährige hatte unterdessen jedoch bei Schwarzach (Kreis Straubing-Bogen) die Autobahn verlassen. Aus Angst vor den "Geisterfahrern", wie er bei seiner Vernehmung später angab.

Dass es trotz der langen Geisterfahrt zwischen Straubing und Schwarzach nicht zu einem Unfall gekommen war, ist nach Polizeiangaben vom Montag dem geringen Verkehrsaufkommen am Sonntagmorgen zu verdanken gewesen.

"Geistergeher" statt Geisterfahrer

Auf der A48 bekam es die Polizei mit einem anders gelagerten Fall zu tun. Sie rettete am frühen Montagmorgen einen betrunkenen Fußgänger von der Überholspur der Autobahn. Nach Polizeiangaben hatten Autofahrer den entgegenkommenden 22-Jährigen bei Kaifenheim (Kreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz) bemerkt und die Beamten verständigt.

"Er dachte wohl er wäre auf einer Landstraße und die Leitplanke die Böschung", sagte ein Sprecher. Der Mann wollte von einer Rockparty fast 30 Kilometer zu Fuß nach Hause laufen. Nach der Rettungsaktion wurde er von den Polizisten zum Ausnüchtern in seine Wohnung gefahren. Dass jetzt eine Anzeige droht, sollte ihm am Montagnachmittag mitgeteilt werden.

Quelle: dapd/sei
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