20.12.12

Kinderzimmer-Zucht

Junge (3) brütet im Schrank Giftschlangen aus

Ein Dreijähriger aus Australien hat auf einem Hof mehrere Eier gefunden und sie mit nach Hause genommen. Im Kleiderschrank schlüpften die Tiere. Es waren hochgiftige Braunschlangen.

Foto: wikipedia

Die Braunschlangen zählen zu den giftigsten Schlangen der Welt. Die Tiere können länger als zwei Meter werden
Die Braunschlangen zählen zu den giftigsten Schlangen der Welt. Die Tiere können länger als zwei Meter werden

Den Schock ihres Lebens erlebte eine Mutter in Australien, als sie den Kleiderschrank ihres dreijährigen Sohnes öffnete. Denn in seinem Schrank hatte Kyle Cumming eine Box mit sieben jungen Braunschlangen versteckt, einer Giftnatternart, die zu den giftigsten Schlangen weltweit gehört.

Wie das australische Nachrichtenportal "news.com.au" berichtet, hatte der Junge die Schlangeneier einige Wochen zuvor auf dem Hof der Familie in Townsville, Queensland, entdeckt. Als er seine Mutter bat, diese in eine Box zu tun, dachte sich die Mutter nichts dabei und vergaß die Eier. Ihr Sohn aber verwahrte die Schachtel in seinem Zimmer, die gefährlichen Schlangen schlüpften in seinem Schrank.

"Er hatte extremes Glück, dass seine Mutter die Tiere fand, bevor er die Schachtel öffnete und mit ihnen spielte", sagt Wildtierhüterin Trish Prendergast. "Sonst wäre er heute eventuell nicht mehr am Leben."

Schlangen wurden freigelassen

Braunschlangen sind extrem aggressiv. Statistisch gesehen sind sie die tödlichsten Schlangen Australiens. Bereits Bisse von Jungtieren sind hochgiftig und lebensbedrohlich für den Menschen.

In einem Onlinebericht des Senders ABC News warnt der Schlangenexperte Steve Wilson: "Man muss den Kindern klar machen, dass sie Schlangen und schlangenähnlichen Tieren aus dem Weg gehen sollten, dass sie nicht unbedingt gefürchtet werden müssen, aber mit ihnen mit größter Vorsicht umgegangen werden muss."

Kyles Mutter Donna Sim brachte den Fund zusammen mit ihrem Sohn in das Billabong Tierreservat, wo die Jungtiere von Rangern freigelassen wurden. Kyle Cammon aber war traurig über den Verlust seiner giftigen Haustiere. "Er ist ein echter Landjunge", berichtet seine Schwester Shannon Sim der "news.com.au". "Er war traurig, sie wegkriechen zu sehen. Er hätte sie gern behalten."

Quelle: dpa/ma
Quelle: dapd
27.10.12 1:16 min.
Die Puffotter gehört zu den gefährlichsten Schlangen der Welt. Das hält französische Wissenschaftler in Valençia jedoch nicht davon ab, ihr oftmals tödliches Gift für Forschungszwecke zu ernten.
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