16.12.12

Familiendrama

Quedlinburger Doppelmörder tötet Eltern und schweigt

In Quedlinburg hat ein Mann seine Eltern erschossen und den Bruder schwer verletzt. Nun sitzt der 25-Jährige in Haft, zur Tat sagt er nichts.

Foto: dpa
Der mutmaßliche Doppelmörder von Quedlinburg (Mitte, rote Jacke) wird von Beamten des Landeskriminalamtes im Amtsgericht Halberstadt (Sachsen-Anhalt) dem Haftrichter vorgeführt
Der mutmaßliche Doppelmörder von Quedlinburg (Mitte, rote Jacke) wird von Beamten des Landeskriminalamtes im Amtsgericht Halberstadt (Sachsen-Anhalt) dem Haftrichter vorgeführt

Nach der Familientragödie in Quedlinburg (Harz) mit zwei Toten sollen am Montag die Leichen obduziert werden. Ein 72 Jahre alter Mann und seine 60 Jahre alte Ehefrau waren am Freitagabend mit mehreren Schüssen getötet worden.

Dringend verdächtig ist der 25 Jahre alte Sohn des Mannes. Er wurde einen Tag nach der Tat in Bielefeld von der Polizei gefasst und sitzt seit Sonntag in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft hüllt er sich in Schweigen.

Bei der Schießerei war auch der 40 Jahre alte Halbbruder des Tatverdächtigen schwer verletzt worden.

De Mann habe nach der Tat am Freitagabend gegen 20.15 Uhr noch den Notruf wählen können. Er befindet sich noch im Krankenhaus, ist aber außer Lebensgefahr.

Täter am Bielefelder Bahnhof festgenommen

Der mit Hochdruck gesuchte Mann wurde gegen 20.30 Uhr in der Nähe des Bielefelder Hauptbahnhofes widerstandslos festgenommen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Magdeburg mitteilten.

Der 25-Jährige wurde dann am Sonntag dem Haftrichter vorgeführt. Anschließend sei er in die JVA Magdeburg gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher.

In der Vernehmung habe der Mann geschwiegen und von seinem Recht, die Aussage zu verweigern, Gebrauch gemacht. Daher gibt es zum Motiv und den Hintergründen der Tat noch keine Erkenntnisse, wie Oberstaatsanwältin Silvia Niemann sagte. Derzeit fehle auch noch die Tatwaffe. Bei der Festnahme hätte er diese nicht bei sich gehabt. Niemann sagte, man wisse derzeit noch nicht, wo die Waffe sei und um was für eine Waffe es sich handelte.

Verletzter Bruder rief Polizei

Nach dem Notruf war der 40-Jährige laut Polizei am Tatort mit mehreren Schussverletzungen aufgefunden worden. Der Vater sei auf dem Weg ins Krankenhaus verstorben.

Da die Polizei zunächst nicht ausschließen konnte, dass sich der Täter noch in der Wohnung aufhielt, sei das Haus von Spezialkräften des Landeskriminalamtes durchsucht worden. Dabei sei dann auch die 60-jährige Ehefrau tot in der Wohnung aufgefunden worden.

Der 25-jährige Tatverdächtige ist der Polizei und Justiz als Gewalttäter bekannt, unter anderem wegen Delikten wie Körperverletzung und Raub.

Quelle: dpa/dapd/mim
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