16.12.12

Castingshow

"The Voice of Germany" Nick Howard will nach Berlin ziehen

Der Brite ist der Gewinner der 2. Staffel der Castingshow "The Voice of Germany". Noch lebt er in einem Berliner Hotel. Das soll sich ändern.

Von Gudrun Mallwitz
Foto: dpa /picture alliance

Strahlender Gewinner: Nick Howard sagt: „Ich habe meinen Sieg immer noch nicht realisiert“
Strahlender Gewinner: Nick Howard sagt: "Ich habe meinen Sieg immer noch nicht realisiert"

Er kann seinen Erfolg noch kaum fassen. Nachts um 1.15 Uhr postete er noch von der Party aus überglücklich an die Facebook-Gemeinde: "Oh. My. God. Thank you". 12 Stunden später – am Sonnabend um 13.17 Uhr meldete er sich erneut bei seinen schon ungeduldigen Fans: "Thank You all so much!!!! AHHHHHHH!!!!!!!" Der 30-Jährige verzauberte die Zuschauer bei der zweiten Staffel – mit seiner Stimme, seiner Gitarre und seinem Lächeln.

Mit Nick Howard siegte bei der TV-Castingshow "The Voice" of Germany von ProSieben und auf Sat.1 erneut ein Kandidat aus Berlin. Der gebürtige Brite ist seit einem halben Jahr in der Hauptstadt – und will hier bleiben und sich eine Wohnung suchen. "Meine Lieblingsgegenden sind Kreuzberg, Friedrichshain und Prenzlauer Berg", sagte er der Berliner Morgenpost am Sonnabend.

Erfolgreich mit eigenem Lied "Unbreakable"

Mit seinem eigenen Lied "Unbreakable" eroberte Nick Howard die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Er gewann mit deutlichem Abstand. Der smarte Brite holte am Freitagabend mehr als 41 Prozent der Stimmen und ließ damit seine drei Konkurrenten hinter sich. Auf dem zweiten Platz landete mit 22 Prozent Isabell Schmidt vor Michael Lane und James Borges. Das Finale der Mega-Musikshow verfolgten 3,42 Millionen TV-Zuschauer. Das Fernsehpublikum stimmte per Telefon und Internet ab. Zum Voting per Anruf oder SMS wurden zusätzlich die Downloads ihrer selbst geschriebenen Songs gezählt – dabei wurde ein Download wie zwei Anrufe während der Show gewertet.

Als der Gewinner bekannt gegeben wurde, hatte Nick Howard Freudentränen in den Augen. "Es war mein Traum, hier zu stehen, und Deutschland hat mir die Chance gegeben, diesen Traum zu leben", sagte er freudestrahlend. "It's amazing, I'm so greatful." Er sei dankbar, dieses Gesangstalent zu haben. Die Zuschauer in der 2374 Quadratmeter-Halle in Adlershof jubelten, als er ihnen dankbar zurief: "I love you!"

"Unbreakable" klettert an die Spitze der Download-Charts

Bis 3 Uhr nachts feierten die Finalisten mit den übrigen Teilnehmern und vielen Gästen. Da blieb nicht viel Zeit zum Ausruhen. "Ich habe aber relativ gut geschlafen." Um 9 Uhr stand Nick Howard am Sonnabend bereits auf. Ab 11 Uhr gab er mehrere Interviews und sang in einem Tonstudio in Mitte zwei Titel ein. Am späteren Nachmittag ging es nach Potsdam. Dort dreht die "Stimme Deutschlands" in einer Film-Villa das Video zur ersten Single. Bis Dienstag soll es fertig sein. In der Nacht noch kletterte "Unbreakable" an die Spitze der Download-Charts.

Mit Nick Howard kürte das Publikum einen leidenschaftlichen Musiker zur "Voice of Germany". Geboren wurde er am 24. April 1982 in Brighton. Er studierte in England Informatik – und ging dann als Musiker nach New York. Mit seiner Gitarre, einem Koffer und vielen Ambitionen. Im Jahr 2008 veröffentlichte er sein Debütalbum "Something to Talk About". Er war mit anderen Künstlern auf Tournee, darunter Gavin DeGraw, Lifehouse, Jack Johnson, Boyce Avenue, Sunrise Avenue, Counting Crows und Tyler Ward. Zunächst hatte er mehrere Jobs, kellnerte abends. In den vergangenen Jahren machte er nur noch Musik, mit zunehmendem Erfolg.

Höhepunkt der Show: Gastauftritt von Robbie Williams

Mehrere Jahre pendelte Nick Howard zwischen New York und Europa hin und her. Vor fünf Monaten hat er noch als Musiker in London gelebt. Dann zog er nach Friedrichshain, derzeit lebt er im Hotel. Er sagt: "Ich liebe diese Super-Stadt. Sie ist meine neue Heimat. Sie ist die kreativste Stadt der Welt." Der Brite hat in nur vier Monaten Deutsch gelernt. "Zu den deutschen Fans habe ich eine ganz besondere Verbindung", sagt er. "Sie haben mich mehr als alle anderen unterstützt."

Das gab ihm auch den Mut, sich für die zweite Staffel der Castingshow "The Voice of Germany" zu bewerben. Bei den "Blind Auditions" wählten ihn alle vier Coaches. Er entschied sich für das Team von Rea Garvey. Die anderen Teams waren von Nena, Xavier Naidoo und BossHoss angeführt worden. Im spannenden Finale waren die Kandidaten mit je drei Songs vertreten – mal solo, mal im Duett mit ihrem Coach oder mit einem prominenten Künstler. Ein Höhepunkt war der Gastauftritt von Robbie Williams.

Howard kommt am 29. Dezember nach Berlin

Die erste Staffel von "The Voice of Germany" hatte im Februar Ivy Quainoo gewonnen. Die junge Frau ist in Neukölln geboren. Die deutsch-ghanaische Sängerin hatte danach einige Charterfolge und Auftritte vor großem Publikum.

Der diesjährige Gewinner wird zusammen mit den anderen Finalisten am 27. Dezember in Hamburg zu sehen und zu hören sein, am 29. Dezember ist ein Auftritt in der O2 World in Berlin geplant. Die Fans von Nick Howard können es kaum erwarten. Auf Facebook überschlagen sie sich mit Gratulationen. "Jaaaaa! Ich habe gewusst, dass du es schaffst!" oder "Danke dir. Du bist der Beste." Für Nick Howard geht die aufregende Zeit weiter: Am Montag wird er abends bei ProSieben in der Show TV Total von Stefan Raab zu Gast sein. Bereits am 21. Dezember erscheint mit "My Voice Story", ein Album mit allen seinen Songs und bisherigen Highlights inklusive der Single "Unbreakable" sowie den besten Tracks aus der Musikshow. Im Januar soll das Debüt-Album folgen. "Weihnachten will ich mir zwei Tage freihalten", sagt Nick Howard.

Dritte Staffel von "Voice of Germany" geplant

Von "Voice of Germany" wird es 2013 eine dritte Staffel geben, wie der Sender Pro7/Sat.1 ankündigte. Die Sendung erhielt die Goldene Kamera und den Deutschen Fernsehpreis. Ihr wird vor allem zugeschrieben, dass auch mit weniger talentierten Kandidaten respektvoll umgegangen wird. Jesper Jürgens, einst Favorit bei der Show, stellte jetzt ein Video ins Netz, in dem er die Macher angriff. Er beklagt sich darin über angebliche Knebelverträge, sagte zu "Spiegel Online" aber auch, das positivere Image der Show sei dennoch gerechtfertigt. "Die Unterschiede zu Formaten wie DSDS sind noch immer riesig", so Jesper Jürgens.

Quelle: mit dpa
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