14.12.12

Nach Scherzanruf

Australische Moderatoren erhalten Morddrohungen

Nachdem sich eine Krankenschwester nach ihrem Telefonscherz das Leben genommen hatte, erhalten die Radiomoderatoren Morddrohungen. Die Chefs ihres Senders werden inzwischen von Bodyguards bewacht.

Foto: AFP
Mel Greig (r.) und Michael Christian (l.). Die Radiomoderatoren hatten sich in einem Telefonstreich als Königin Elizabeth und Prinz Charles ausgegeben
Mel Greig (r.) und Michael Christian (l.). Die Radiomoderatoren hatten sich in einem Telefonstreich als Königin Elizabeth und Prinz Charles ausgegeben

Zwei australische Radiomoderatoren, die im Zentrum des Dramas um einen aus dem Ruder gelaufenen Scherzanruf im Londoner Krankenhaus von Prinz Williams Frau Kate stehen, haben Morddrohungen erhalten. Die Ermittlungen liefen, erklärte ein Polizeisprecher. Zuvor war ein Brief an Moderator Michael Christian beschlagnahmt worden, in dem er gewarnt wurde, "Kugeln mit deinem Namen darauf" warteten auf ihn.

Der Fernsehsender ABC berichtete, bei dem Radiosender 2Day FM seien in den vergangenen Tagen zahlreiche Drohanrufe eingegangen, nachdem sich eine Londoner Krankenschwester nach dem Telefonscherz der Moderatoren das Leben genommen hatte. Laut der Zeitung "Daily Telegraph" wurden mehrere Mitarbeiter des Senders aus Sicherheitsgründen in Hotels untergebracht, das Führungspersonal der Radiostation werde von Bodyguards bewacht.

Ein Scherz mit Todesfolge

Die Krankenschwester Jacintha Saldanha war vor gut einer Woche im Londoner König-Edward-VII.-Krankenhaus ans Telefon gegangen, wo Kate wegen Schwangerschaftsbeschwerden behandelt wurde. Am anderen Ende der Leitung gaben sich zwei Moderatoren des australischen Radiosenders 2DayFM als Königin Elizabeth II. und Prinz Charles aus.

Sie erkundigten sich nach dem Zustand der Schwangeren. Saldanha stellte den Anruf zu einer Kollegin durch, die entgegen den Vorschriften Auskunft gab. Drei Tage später wurde Saldanha erhängt im Schwesternheim gefunden.

Die australischen Radiomoderatoren hatten sich am Montag im Fernsehen unter Tränen für ihren Telefonscherz entschuldigt. Seitdem wurden sie nicht in der Öffentlichkeit gesehen und gingen bei 2Day FM nicht mehr auf Sendung.

Quelle: AFP/tma
Foto: dpa

Alles begann mit einem Scherzanruf im Krankenhaus, wo die schwangere Herzogin Kate ihre Übelkeit auskurierte.

8 Bilder
© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Trotz Handelsverbot Kanada eröffnet die alljährliche Robbenjagd
Premiere Hollywoodstars bringen "Spiderman" nach…
Coachella Festival Hier ist Promis nichts peinlich
Schiffsunglück Fähre mit fast 500 Menschen gekentert
mood_inklusion_300.jpg
Inklusionspreis Berlin…

Auszeichnung für Unternehmen, die vorbildlich für behinderte…mehr

Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Fernsehprogramm

Von Jesus Christus bis Hitler – Das läuft über…

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote