13.12.2012, 16:30

Twitter-Patzer Patriot Becker – Wenn Prominente zu viel zwitschern


Nicht nur Boris Becker verzwitscherte sich. Auch andere Promis tappten in die Twitter-Falle.

Foto: Soeren Stache / picture alliance / dpa

Anfang dieser Woche sorgte Boris Becker mit einer unbedachten Bemerkung über die Kanzlerin, Patriotismus und den Nobelpreis für einen Shitstorm. Auch andere Promis kennen das.

Anfang der Woche hat Boris Becker für ein bisschen Wind im Internet gesorgt und das ausgelöst, was neudeutsch ein "Shitstorm" genannt wird.

In einer Meldung auf dem Kurznachrichtendienst Twitter freute sich die Tennislegende für die Kanzlerin, da diese eine bedeutende Auszeichnung erhalten hatte. Becker zwitscherte: "Großer Bewunderer von Angela Merkel! Ich bin sehr stolz und werde Patriot, als sie Friedensnobelpreis gewonnen hat!"

Becker erntete Hohn und Spott

Für die mit grammatikalischen und inhaltlichen Schwächen – nicht Merkel, sondern die Europäische Union hatte den Preis bekommen – getränkte Botschaft erntete Becker Hohn und Spott.

Die User belächelten seine Wissenslücken und warfen ihm zudem vor, ein echter Patriot würde seine Steuern wohl in Deutschland zahlen. Boris Becker wohnt seit mehreren Jahren in London.

Der Ex-Tennisstar ist nicht der erste Prominente, dem ein digitales Missgeschick unterläuft. Auch Beckers Frau Lilly hatte ihre Twitter-Panne.

Sie zwitscherte eine private Telefonnummer, die innerhalb nur weniger Minuten von ihren 2500 Followern weitergeleitet wurde. Kurz darauf nahm Lilly Becker die Nummer wieder von ihrem Account.

US-Politiker twitterte Nacktfotos von sich

International sorgte die Twitter-Panne um den US-Politiker Anthony Weiner für Aufsehen. Jahrelang hatte dieser Nacktfotos von sich an diverse Frauen geschickt.

Als eines dieser Fotos irrtümlich auf seinem Twitter-Profil landete, konnten alle den nackten Weiner bestaunen, der daraufhin rasch zurücktrat.

Auch Formel-1-Star Lewis Hamilton unterlief ein Missgeschick. Im Vorfeld eines Rennen twitterte der McLaren-Pilot ein Foto von seinen Telemetriedaten. Die Informationen waren so brisant, dass Hamilton von seinem Team eine Rüge bekam.

Fortan, so der Rennfahrer, werde er sich wohl ganz von Twitter fernhalten, da er bereits des Öfteren fahrlässig gezwitschert hatte.

(oje)
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