13.12.12

Software-Millionär

Guatemala weist McAfee-Gründer in die USA aus

Nach dem Ende der spektakulären Flucht von John McAfee wird der Software-Millionär abgeschoben. Trotz der möglichen Verwicklung in einen Mordfall will er in Miami ein "normales" Leben führen.

Quelle: Reuters
13.12.12 1:30 min.
Der amerikanische Software-Tycoon John McAfee ist nach seiner Ausweisung aus Guatemala am Mittwoch in die USA zurückgekehrt. Zuvor war er von Behörden eine Woche lang in Guatemala festgesetzt worden.

Die filmreife Odyssee des John McAfee erlebt ihren Schlussakt in den USA: Der exzentrische Gründer der Computersicherheitsfirma McAfee ist in Guatemala aus der Haft entlassen und in die USA ausgewiesen worden. Vertreter der Einwanderungsbehörde und ein Konvoi der Polizei eskortierten den 66-Jährigen zum Flughafen von Guatemala-Stadt. Dort wurde McAfee in ein Flugzeug Richtung Miami gesetzt.

"Ich bin frei. Ich gehe nach Amerika", erklärte er. Der im Zusammenhang mit einem Mordfall in Belize gesuchte Unternehmer war vergangene Woche in Guatemala festgenommen worden, nachdem er dort illegal eingereist war. Einen Antrag McAfees auf politisches Asyl lehnten die guatemaltekischen Behörden ab.

"McAfee hat das Land illegal betreten", erklärte der Sprecher der Einwanderungsbehörde, Fernando Lucero. "Und da die USA sein Heimatland sind, schiebt ihn Guatemala dorthin ab." Zuvor hatte ein Richter McAfees Festnahme für illegal erklärt und dessen Freilassung angeordnet.

Die wochenlange Haft in dem zentralamerikanischen Land habe bei ihm Spuren hinterlassen, deutete McAfee kurz vor seiner Abreise an. "Ich kann nur sagen, dass ich mich zehn Jahre älter fühle und nicht weiß, was ich mache. Ich gehe jetzt erst einmal nach Miami."

Bloggen auf der Flucht

McAfee hatte Anfang des Monats mit seiner wirren Flucht von Belize nach Guatemala für Aufsehen gesorgt. Dabei ließ der gebürtige Brite es sich nicht nehmen, während der Odyssee unentwegt über seine Erlebnisse zu bloggen und darüber mit Journalisten zu sprechen.

Die Polizei in Belize will McAfee im Zusammenhang mit dem Mord an dem US-Bürger Gregory F. befragen. Für die Ermittler ist McAfee in dem Mordfall den Angaben zufolge eine "Person von Interesse". Das heißt, dass die Behörden eine Verwicklung des Unternehmers in den Fall vermuten. McAfee bestreitet das.

McAfee zog vor drei Jahren nach Belize, um weniger Steuern zu zahlen. Der "New York Times" sagte er 2009, dass von seinem Vermögen von einst 100 Millionen Dollar durch die Finanzkrise nur rund vier Millionen Dollar übrig seien. Andernorts wurde er mit den Worten zitiert, diese Darstellung "sei überhaupt nicht zutreffend".

Erst am Sonntag hatte McAfee erklärt, in die USA zurückkehren zu wollen, um dort ein "so normales Leben" wie möglich führen zu können.

Quelle: dapd/tma
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Endspurt: Die Baukräne am Kapelle-Ufer drehen sich für das Bildungsministerium. Es soll 2014 fertig sein.
22.05.13Baustellen
Es geht voran - In Berlin werden doch Großprojekte fertig

Eines der größten Bauvorhaben des Bundes in Berlin geht in die Zielgerade. Für den Neubau des Innenministeriums wurde jetzt Richtfest gefeiert. Auch andere große Bauvorhaben in Mitte kommen gut voran. mehr...


Sängerin Beyoncé ist in der O2 World in Friedrichshain zu Gast
22.05.13Terminvorschau
Das bringt der Tag in Berlin am Donnerstag

Berlin hat jeden Tag Neues zu bieten. Politische Termine, Demonstrationen, Prozesse, Theater, Konzerte. Hier finden Sie eine Auswahl der Berliner Morgenpost für Donnerstag, den 23. Mai. mehr...


Spurensicherung im Londoner Stadtteil Woolwich. Hier wurde ein Mann mit einer Machete getötet
Aktualisiert vor 3 MinutenMit Machete ermordet
Tödlicher Attacke in London war offenbar Terrorakt

In London ist ein Mann mit einer Machete getötet worden. Laut Premierminister Cameron gebe es "starke Anzeichen" für einen terroristischen Hintergrund. Videos zeigen Teile des Geschehens. mehr...


Der SPD-Landesvorsitzende Jan Stöß war von der großen Mehrheit für seinen Vorschlag selbst überrascht
22.05.13Landespolitik
Berliner SPD-Vorstand billigt Bundestagsliste von Jan Stöß

Erfolg für den SPD-Landesvorsitzenden Jan Stöß: Der Landesvorstand hat am Mittwochabend seinem Vorschlag für die Bundestagsliste mit großer Mehrheit zugestimmt. Spitzenkandidatin soll Eva Högl werden. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Oklahoma Wiedersehen nach dem schweren Tornado
Umzug Karneval der Kulturen 2013 - Berlin ist bunt
US-Kongress Apple verteidigt Steuersparmodell
Xbox One Microsoft stellt neue Spielkonsole vor
 
title
Abi 2012

Hier finden Sie eine Übersicht der Abiturienten.mehr

1085783744.jpg
Ausbildung 2013

Ratschläge zur erfolgreichen Gestaltung und zur Berufswahlmehr

Bildschirmfoto 2013-05-07 um 15.39.57.png
Outletcenter

Diese Outletcenter bieten gute Ware zu günstigen Preisen... mehr

Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Bilder von oben

Das zerstörte Oklahoma City aus der Luft

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote