10.12.12

Entschärfung

"Zündfähiges Material" löst Bombenalarm in Bonn aus

Ein Bombenalarm hat am Montag zu einer Sperrung des Bonner Hauptbahnhofs geführt. Doch unklar ist, ob es wirklich ein Sprengkörper war.

Foto: dpa

Polizisten untersuchen am Hauptbahnhof in Bonn die Reste der verdächtigen Tasche.
Polizisten untersuchen am Hauptbahnhof in Bonn die Reste der verdächtigen Tasche.

Eine mit zündfähigem Material gefüllte Tasche hat am Montag im Bonner Hauptbahnhof einen Bombenalarm und einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die verdächtige Tasche enthielt Metallbehälter, die mit einem Pulver gefüllt waren, wie die Polizei Köln am Montagabend mitteilte. Ob die aufgefundene Konstruktion explosionsfähig war, könne noch nicht gesagt werden. "Es konnte bislang noch kein Zünder aufgefunden werden", sagte eine Sprecherin.

Die Untersuchungen durch Sprengstoffexperten des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes dauerten an. Mit weiteren Ergebnissen rechnete die Polizei für den Montagabend nicht mehr. Polizeibeamte suchten am späten Abend im Hauptbahnhof weiterhin nach Spuren. Der Fund hatte bereits seit dem Nachmittag für massive Behinderungen des Bahnverkehrs gesorgt.

Polizisten zerlegen "verdächtigen Gegenstand"

Eine Meldung zu einer verdächtigen Tasche auf dem Bahnsteig von Gleis 1 war am Montagmittag um 13 Uhr beim Servicepoint der Bahn eingegangen. Der Hauptbahnhof wurde daraufhin gesperrt. Zwei Stunden später beschossen Entschärfer der Bundespolizei die Tasche mit Wasser. Dabei wurde ein "verdächtiger Gegenstand" zerlegt. Sprengstoffexperten des Landeskriminalamtes nahmen anschließend die Einzelteile unter die Lupe. Verletzte oder Schäden gab es keine.

Die Bonner Polizei sprach zunächst von einer Rohrbombe. Dies wollte die Kölner Polizei am Abend aber nicht bestätigen. Welcher Art das Pulver war, wurde nicht bekannt. Es seien noch chemische Detailuntersuchungen notwendig, hieß es. Auch die Suche nach weiteren Spuren im näheren Umfeld dauerte am Abend an. "Das wird natürlich alles ganz genau abgesucht", sagte ein Sprecher.

Die Hintergründe sind laut Polizei noch völlig unklar

Tatverdächtige gebe es derzeit nicht, sagte ein Polizeisprecher am Abend in Köln. Auch seien die Hintergründe völlig unklar. "Es gibt im Moment noch nichts." Bürger wurden aufgerufen, der Polizei verdächtige Beobachtungen mitzuteilen.

Der Bahnhof war mehrere Stunden komplett abgeriegelt. Einige Züge konnten zwar durchfahren, es hielten in dieser Zeit aber keine. Am späten Nachmittag wurden dann für den Nahverkehr zwei Gleise zum Aussteigen wieder freigegeben. Drei Gleise blieben auch am späten Abend noch gesperrt. Der Fernverkehr wurde weiterhin umgeleitet. Verspätungen waren die Folge. Im Nahverkehr fielen auch Züge aus. Reisende vor dem Hauptbahnhof äußerten sich überwiegend verständnisvoll.

Quelle: BMO
© Berliner Morgenpost 2014 - Alle Rechte vorbehalten
P.S.: Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie Fan von der Berliner Morgenpost.
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Top-Thema
title
Die besten Berlin-Videos

Das sind die Youtube-Favoriten der Redaktion.

Video Nachrichten mehr
Liebes-Nachhilfe Flirten wie ein Silberrücken
William und Kate Hip-Hop-Crashkurs für die Royals
Chaos Panik in indischer Stadt durch verirrten Leopard
Xbox-One vs PS4 Microsoft muss knappe Niederlage hinnehmen
Die Welt - Aktuelle News
  1. 1. AuslandUkraine-TickerJazenjuk – Russland will den dritten Weltkrieg
  2. 2. PanoramaMaybrit Illner"Putin ist vom Schulbub zum Spielleiter geworden"
  3. 3. DeutschlandVerschwendungTeure Brücken vom Nichts ins Nirgendwo
  4. 4. PanoramaNotlandung auf BaliPassagier wollte ins Cockpit eindringen
  5. 5. AuslandKurz vor US-BesuchSüdkoreas Marine gibt Warnschüsse ab
mood_inklusion_300.jpg
Inklusionspreis Berlin…

Auszeichnung für Unternehmen, die vorbildlich für behinderte…mehr

Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Indien

Statt Hippies kommen heute Russen nach Goa

In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote