10.12.2012, 17:14

Gasexplosion in Jena Haus völlig zerstört, Mann überlebt in Trümmern

Der Keller war seine Rettung: Ein 44-Jähriger hat in Jena die Explosion seines Hauses schwer verletzt überlebt, weil er sich zum Zeitpunkt der Detonation im Untergeschoss aufhielt.

In den Trümmern eines explodierten Einfamilienhauses in Jena hat ein 44-Jähriger mit schweren Verletzungen überlebt. Feuerwehrleute entdeckten den eingeklemmten Mann im Keller, nachdem sie am Sonntagabend zu dem Trümmerhaufen im Wohngebiet Himmelreich gerufen worden waren.

"Wir gehen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Gasexplosion aus", sagte eine Polizeisprecherin. Der verletzte Hausbewohner konnte mit Rufen auf sich aufmerksam machen. Er wurde in ein Krankenhaus gebracht und dort in ein künstliches Koma versetzt.

In der Nacht durchsuchten Rettungshunde die Überreste des Hauses. Weitere Menschen wurden nicht entdeckt. Die 34 Jahre alte Partnerin des Mannes und deren 14-jährige Tochter waren zum Zeitpunkt der Explosion nicht im Haus.

Wurde an einer Gasleitung manipuliert?

Die Kriminalpolizei hat unterdessen die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen. Auch ein Sachverständiger des LKA Sachsen wurde hinzugezogen. Geklärt werden muss vor allem, ob ein technischer Defekt oder eine bewusste Manipulation die Explosion ausgelöst hat.

Allerdings kann es einige Zeit dauern, bis ein Ermittlungsergebnis vorliegt: Nach Angaben der Polizei muss das Haus zunächst nahezu vollständig abgetragen werden, ehe die Ermittler zur mutmaßlichen Unglücksstelle im Keller vordringen können.

Der Schaden liegt bei etwa 500.000 Euro. Herumfliegende Trümmer beschädigten an benachbarten Häusern eine Solaranlage, Putz, Fenster, Türen und Jalousien.

(dpa/chm)
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