09.12.12

Schnee, Eis und Sturm

Große Teile Deutschlands versinken im Schnee

Der Winter hat Deutschland zum zweiten Advent fest im Griff. Vor allem Autofahrer und Reisende bekommen die Folgen zu spüren. Am Flughafen Frankfurt wurden 350 Flüge gestrichen.

Foto: pa

Autofahrer stöhnen, Wintersporter jubeln: Dichtes Schneetreiben hat weite Teile Deutschlands am Sonntag in eine Winterlandschaft verwandelt
Autofahrer stöhnen, Wintersporter jubeln: Dichtes Schneetreiben hat weite Teile Deutschlands am Sonntag in eine Winterlandschaft verwandelt

Zum zweiten Advent haben starke Schneefälle den Deutschen ein extrem winterliches Wochenende beschert. Dichtes Schneetreiben beeinträchtigte den Verkehr in weiten Teilen des Landes. Es kam zu zahlreichen Unfällen. Mehrere Menschen erlitten Verletzungen. In vielen Fällen blieb es aber bei Blechschäden. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gab eine Unwetterwarnung heraus.

Auch Reisende am größten deutschen Flughafen in Frankfurt haben die Folgen des Wintereinbruchs zu spüren bekommen. Alleine am Sonntag wurden mehr als 350 Flüge gestrichen - davon 184 abgehende Verbindungen, wie der Flughafenbetreiber Fraport mitteilte

Flugreisende sollen sich informieren

Die Räumfahrzeuge waren pausenlos im Einsatz. Das Unternehmen bat Flugreisende, sich auf den Internetportalen der Fluggesellschaften zu informieren. Schon am Freitag und für die frühen Morgenstunden am Samstag hatte die Lufthansa nach früheren Angaben rund 100 Flüge vorsorglich gestrichen.

Auch die Deutsche Bahn musste wegen der eisigen Wintertemperaturen und teils starkem Schneefall das Tempo der Züge drosseln. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, um Betriebsschäden zu verhindern, sagte eine Unternehmenssprecherin. Reisende müssten dadurch derzeit im Fernverkehr mit Verspätungen von bis zu 30 Minuten rechnen. Zugausfälle habe es aber bislang aufgrund der Kälte noch nicht gegeben, sagte die Bahn-Sprecherin.

Am Samstag wurde in Berlin ein Unbekannter tot in einem Hinterhof gefunden. Die Todesursache war nach Polizeiangaben zunächst unklar. Medienberichten könnte der Mann der erste Kältetote in diesem Winter in Berlin sein.

Erste Kältetote in Deutschland

In Sachsen-Anhalt wurde die Leiche einer Frau im Schnee entdeckt. Nach bisherigen Erkenntnissen spreche vieles dafür, dass sie erfroren ist, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Identität des Opfers, die in Dessau gefunden worden war, war zunächst unklar. Dagegen konnte ein Mann in Mecklenburg-Vorpommern in der Nacht zu Sonntag glücklicherweise noch vor dem Kältetod gerettet werden. Der 32-Jährige hat nach Polizeiangaben unterkühlt und zeitweise bewusstlos auf einem Fahrradweg in einem Waldgebiet gelegen. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Glück hatte ein Reh: In Schleswig-Holstein rettete ein Hubschrauberpilot der Bundespolizei dem Tier das Leben. Es war auf dem Süseler See bei Eutin auf dünnem Eis festgefroren. Mit geschickten Flugmanövern blies die Hubschrauberbesatzung das Reh vom Eis ans Ufer.

Für die weitere Woche sollte das Winterwetter andauern. "Schnee, Eis und Frost werden uns auch im Laufe der Woche begleiten", sagte eine Meteorologin des Deutsche Wetterdienstes (DWD). Autofahrer müssten sich auf Glatteis und Schneeverwehungen einstellen. Ab Wochenmitte sei mit zweistelligen Minustemperaturen zu rechnen. Gute Nachrichten für Wintersportler. Sie stürmten schon am Wochenende die Pisten, darunter zum Beispiel in Bayern.

Mindestens sechs Menschen in Moskau erfroren

In Moskau fielen wegen Schnee und Eisregen etliche Flüge auf den internationalen Flughäfen aus. "In diesem härtesten Winter seit 20 Jahren in Russland sind in Moskau bereits mindestens sechs Menschen erfroren", sagte ein Sprecher des Zivilschutzministeriums der Agentur Interfax.

In Tschechien erforen am Wochenende drei Menschen, wie die Agentur CTK am Sonntag meldete. Eine 47-jährige Obdachlose wurde tot auf der Bank eines Busbahnhofs in der osttschechischen Stadt Roznov pod Radhostem gefunden. Im Norden des Landes erfroren zudem ein 67 und ein 58 Jahre alter Mann im Freien. In Bulgarien waren am Sonntag mindestens elf Orte ohne Strom.

Quelle: dpa/dapd/oc
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