07.12.2012, 09:57

Provinz Miyagi Ein Meter hoher Tsunami trifft nach Beben auf Japans Küste

Fr, 07.12.2012, 11.03 Uhr

Ein heftiges Erdbeben der Stärke 7,3 hat den Nordosten Japans heimgesucht. Für vier Präfekturen, darunter Fukushima, wurde eine Tsunami-Warnung vor bis zu zwei Meter hohen Flutwellen herausgegeben.

Video: dapd
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Das Beben mit der Stärke 7,3 erschüttert den Nordosten Japans. Die Atomruine in Fukushima ist laut Betreiber nicht betroffen.

Nach dem schweren Erdbeben im Nordosten Japans ist ein Tsunami von einem Meter Höhe auf die Küste getroffen. Das meldete der japanische Fernsehsender NHK am Freitag.

Kurze Zeit später haben japanische Behörden laut Medienberichten die Tsunami-Warnung für den Nordosten Japans wieder aufgehoben.

Über mögliche Opfer oder Schäden lagen zunächst keine Informationen vor. Die Bewohner von Küstenstädten der Provinz Miyagi wie der Ort Ishinomaki waren zuvor aufgefordert worden, sich in Sicherheit zu bringen.

Ishinomaki und Küstenstädte in der Region Tohoku waren nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami vom 11. März 2011 schwer verwüstet worden.

Keine großen Schäden an Atomruine in Fukushima

Die Betreiber der Atomkraftwerke in der Region meldeten, dass es in den Meilern keine besonderen Vorkommnisse wegen des Bebens der Stärke 7,3 gegeben habe.

Auch an der Atomruine in Fukushima soll es zu keinen weiteren großen Schäden gekommen sein, meldete die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press am Freitag unter Berufung auf den Betreiberkonzern Tepco.

In Fukushima war es vergangenes Jahr zum GAU gekommen. Inzwischen soll die Lage dort unter Kontrolle sein.

Das Zentrum des Bebens vom Freitag um 17.18 Uhr Ortszeit lag 240 Kilometer von der Küste der Provinz Miyagi entfernt in einer Tiefe von zehn Kilometern, wie die Meteorologische Behörde meldete. Es könne sich um ein Nachbeben des Erdstoßes vom 11. März 2011 gehandelt haben. Dieses hatte eine Stärke von 9,0 gehabt.

Das US-Tsunami-Warnzentrum löste nach der Erdbeben-Meldung keinen pazifikweiten Alarm aus.

(afp/dpa/bee)
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