05.12.2012, 15:33

Japan Eitaro Matsunoya ist einzige männliche Geisha

Viele halten Geishas für Prostituierte. Doch eigentlich unterhalten sie ihre Gäste mit Musik, Tanz und intelligenter Konversation. Jetzt gibt es auch japanische Männer, die die Tradition pflegen.

Sie sind im Westen Sinnbild für asiatische Weiblichkeit, doch haben japanische Geisha weder etwas mit der Sexindustrie zu tun, noch sind sie alle Frauen. Denn es gibt auch männliche Geisha, wenn auch nur wenige.

Einer von ihnen ist Eitaro Matsunoya. Der 26-Jährige leitet ein Geishahaus in der Hauptstadt Tokio. Schon seine Mutter war eine Geisha, die ihre Gäste auf höchstem Niveau mit traditionellen Künsten wie Tanz und Musik sowie intelligenter Konversation zu unterhalten wusste.

Seit seinem zehnten Lebensjahr macht es der gut aussehende Japaner seiner Mutter nach.

Bewahrer anspruchsvoller Kunst

Geprägt unter anderem durch amerikanische Hollywood-Filme hält sich im Westen oft noch ein falsches Bild von einer Geisha als Prostituierte. Tatsächlich sind Geisha heutzutage Bewahrerinnen anspruchsvoller Kunst, die eine lange und harte Ausbildung durchlaufen und keineswegs Relikte aus einer längst vergangenen Zeit sind. Viele von ihnen nutzen moderne Kommunikationsmittel und informieren ihre Besucher und Fans auf Blogseiten über ihr Leben.

Eitaro Matsunoya ist außerhalb seiner Arbeit als männliche Geisha ein ganz normaler moderner junger Japaner, der sich in seiner Freizeit für Basketball und Baseball interessiert und gerne Manga-Comics liest. Wenn er nochmals geboren würde, so schreibt er in seinem Blog, dann würde er gerne eine weibliche Geisha werden.

(dpa/kami)
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