04.12.12

Sensationsfund

Nordkoreanische Archäologen haben "Einhornnest" entdeckt

Wissenschaftler Nordkoreas haben eine Höhle entdeckt, in der einst Einhörner gelebt haben - und auf denen Koreas König herumgeritten ist.

Von Kathrin Spoerr
Foto: Getty Images

Schön rosa: Welche Farbe die nordkoreanischen Einhörner hatten, ist noch unklar
Schön rosa: Welche Farbe die nordkoreanischen Einhörner hatten, ist noch unklar

Glückliches Nordkorea. Das Land, das unter einer der letzten kommunistischen Diktaturen der Welt zu leiden hat, von Hungersnöten und Brennstoffmangel regelmäßig bedroht wird, scheint eine Art natürlichen Ausgleich für die Härte des Alltags zu haben, denn hier finden ausgesprochen häufig Dinge statt, die es anderswo nicht gibt.

Dieser Tage haben Archäologen, also ernsthafte Wissenschaftler, etwas entdeckt, wonach im Rest der Welt nur Märchenerzähler suchen: ein Einhornnest, antik! Die Höhle liegt ganz in der Nähe des Yongmyong-Tempels, der seinerseits aus dem 11. Jahrhundert datiert.

Hier, so die nordkoreanischen Wissenschaftler, haben die Einhörner gelebt, was nichts anderes bedeutet, als dass die Legende, der zufolge der koreanische König Tongmyong rund 200 Jahre vor Christus auf einem Einhorn herumgeritten ist, der Wahrheit entspricht.

Etwas Besonderes war Nordkorea offenbar schon vor dem Siegeszug des Kommunismus. Praktischerweise haben die Einhörner am Eingang eine Inschrift hinterlassen.

"Einhornnest" ist in eine Steintafel graviert, deren Alter der Leiter des Historischen Instituts der Akademie für Sozialwissenschaften, Jo Hui-sung, auf ungefähr 1000 Jahre taxiert.

In die Welt hinaus verbreitet hat die schöne Nachricht die staatliche Nachrichtenagentur Korean Central News Agency (KCNA). Regelmäßig berichtet KCNA über ganz natürliche Wunder.

Als der Sohn des "geliebten Führers" Kim Il-sung, der "geliebte Führer" Kim Jong-il, starb, weinte nicht nur das gesamte Volk mitsamt Sohn und Nachfolger, dem "geliebten Führer" Kim Jong-un, sondern auch die Tierwelt: Nach KCNA-Informationen ist nach dem Tod Kim Jong-ils ein weinendes Bärenpaar vor den Toren der Hauptstadt gesehen worden.

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