03.12.12

Tief "Johanna"

Es wird frostig! Chancen auf weiße Weihnacht steigen

Die Experten sind optimistisch, dass es dieses Jahr weiße Weihnachten gibt – vor allem in Süddeutschland steigen die Chancen. Kein Wunder: Tief "Johanna" bringt uns schon jetzt mehr Schnee und Kälte.

Foto: dapd

So wünschen sich viele ihr Weihnachten: verschneit
So stellen sich viele ihr Weihnachten vor: verschneit

Drei Wochen vor den Festtagen spekulieren Meteorologen über das Wetter zu Weihnachten. Während Experten von Wetterportalen mancherorts weiße Weihnachten prognostizieren, hält sich der Deutsche Wetterdienst (DWD) aufgrund unzuverlässiger Langzeitprognosen noch mit Vorhersagen zurück.

Der Meteorologe Dominik Jung vom Portal wetter.net sagte hingegen: "Dieses Jahr ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es Schnee gibt". Die Prognose des Portals wetter.com fällt ähnlich aus.

"Wenn es trocken und kalt bleibt, wie in den nächsten Tagen erwartet, könnte es vielerorts weiße Weihnachten geben", sagte Meteorologe Bernd Madlener voraus.

Wo ist Schnee am wahrscheinlichsten?

Wetter.net hat nach eigenen Angaben anhand der Wetterlage der vergangenen 50 Jahre die Wahrscheinlichkeit für Schneefall an den Festtagen für einige Städte errechnet: In München werde es demnach zu 55 Prozent Schnee geben, in Augsburg zu 50 Prozent und in Stuttgart zu 40 Prozent.

Schlechter sieht es der Prognose zufolge im Norden aus. In Berlin liege die Wahrscheinlichkeit bei 35 Prozent, in Hamburg bei 25 Prozent und in Rostock sogar nur bei 15 Prozent.

Madlener von wetter.com hält weiße Weihnachten unter den deutschen Städten in München am wahrscheinlichsten. In Köln, Hamburg, Kiel und Rostock stünden die Chancen dagegen schlecht, sagte er.

Der Deutsche Wetterdienst erklärte, eine sichere Voraussage könne erst in einigen Tagen getroffen werden. Meteorologe Peter Hartmann sprach von einem Trend in Richtung nasskaltes Wetter.

Schon jetzt mehr Schnee

Einen ersten Vorgeschmack brachte bereits Tief "Iris" am Wochenende. In den kommenden Tagen würden die Schneedecken im Mittelgebirge und im Alpenland anwachsen, sagte der Meteorologe Hartmann. In tieferen Lagen Deutschlands ist dem DWD zufolge Schmuddelwetter zu erwarten.

Schon ab Montag sorgt Tief "Johanna" für weitere Schnee- und Regenfälle. Die neue Woche beginnt deshalb unbeständig mit Schnee, Schneeregen oder Regen und auch viel Wind, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Nachdem am Montag das eine Schneefallgebiet nach Osten abgezogen ist, rückt dann von Westen her gleich das nächste nach. Dabei geht aber vor allem westlich des Rheins der Schnee in Regen über. Die Temperatur liegt bei minus zwei bis plus fünf Grad.

In der Nacht zum Dienstag breiten sich die Niederschläge nach Osten aus, anfangs fällt noch Schnee, der aber später in Regen übergeht. Am Tag bleibt es meist stark bewölkt, im Flachland regnet es, in höheren Lagen kann es auch länger schneien – sehr zur Freude der Wintersportler. Am Abend lassen die Niederschläge etwas nach und gehen vielerorts wieder in Schnee über.

Nur im Nordwesten bleibt es bei Regen. Es werden Werte zwischen minus zwei im höheren Bergland und plus sechs Grad am Niederrhein erreicht.

Auch am Mittwoch zeigt sich die Sonne kaum und es gibt weitere Niederschläge. Im Flachland fallen meist weiße Flocken, zur Nordseeküste hin gibt es Schnee- oder Regenschauer. Die Luft erwärmt sich auf zwei bis fünf Grad. Kälter soll es dann wieder zum Donnerstag und Freitag werden, dann könne es bis in tiefe Lagen schneien.

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Bauernregeln für Dezember

Herrscht im Advent recht strenge Kält,

sie volle achtzehn Wochen anhält.

 

Im Dezember sollen Eisblumen blühn,

Weihnachten sei nur auf dem Tische grün.

 

Die Erde muß ihr Bettuch haben,

soll sie der Winterschlaf laben.

Dezember ohne Schnee tut

 erst im Märzen weh.

 

Wenn dunkel der Dezember war,

dann rechne auf ein gutes Jahr.

 

Dezember mild, mit vielem Regen,

ist für die Saat kein großer Segen.

Donnert's im Dezember gar,

folgt viel Wind im nächsten Jahr.

 

Ist der Dezember rauh und kalt,

kommt der Frühling auch schon bald.

 

Fließt im Dezember noch der Birkensaft,

dann kriegt der Winter keine Kraft.

Quelle: dapd/dpa/kami
Quelle: Reuters
30.11.12 0:49 min.
In Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wird es winterlich. Auch über das Wochenende, sagt der Deutsche Wetterdienst, muss vielerorts mit Schnee und Glätte gerechnet werden.
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