02.12.2012, 12:44

Unglück Vier Deutsche sterben bei Busunfall in Ägypten


Fünf Deutsche und drei Ägypter wurden bei dem Busunfall in der Nähe des Urlaubsortes Hurghada getötet

Foto: Str / dpa

Fünf Deutsche und drei Ägypter wurden bei dem Busunfall in der Nähe des Urlaubsortes Hurghada getötet Foto: Str / dpa

Bei Hurghada sind zwei Kleinbusse zusammengeprallt. Dabei sind vier deutsche TUIfly-Mitarbeiter ums Leben gekommen, weitere wurden verletzt.

Bei einem Zusammenprall von zwei Kleinbussen nahe des ägyptischen Urlaubsorts Hurghada sind am Sonntag vier Deutsche ums Leben gekommen. Sie alle waren Mitarbeiter der Fluglinie Tuifly und auf dem Weg vom Crewhotel zum Flughafen, wie Tuifly mitteilte. Zwei weitere deutsche Mitarbeiter seien verletzt worden.

Außer den vier Crew-Mitgliedern sei auch ein Ägypter ums Leben gekommen, der die Mitarbeiter zum Flughafen begleiten sollte. Ägyptische Behörden waren zu Beginn von fünf deutschen Todesopfern ausgegangen. Insgesamt sollen acht Menschen bei dem Unfall getötet worden sein.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. "Wir müssen leider mitteilen, dass bei einem Unfall an der ägyptischen Küste zum Roten Meer auch deutsche Staatsangehörige ums Leben gekommen sind und weitere verletzt wurden", sagte ein Ministeriumssprecher.

Auswärtigen Amt und TUIfly mit Krisenstab

Westerwelle habe den Krisenstab des Auswärtigen Amtes eingeschaltet und der deutsche Botschafter in Kairo sei zum Unfallort aufgebrochen. "Der Bundesaußenminister empfindet tiefes Mitgefühl mit den Angehörigen", hieß es weiter.

Auch TUIfly berief den Angaben zufolge einen Krisenstab ein und schickte ein Team an den Unglücksort, das sich um die Mitarbeiter kümmern sollte. TUIfly-Chef Dieter Nirschl zeigte sich "fassungslos und schockiert" und sprach den Angehörigen sein Mitgefühl aus.

Ägyptens Straßen als gefährlich bekannt

Etwa 40 Kilometer von dem beliebten Touristenziel Hurghada entfernt seien zwei Kleinbusse zusammengeprallt, teilten Polizeibeamte mit. Grund für den Unfall war nach ersten Ermittlungen überhöhte Geschwindigkeit.

Ägyptens Straßen gehören zu den gefährlichsten der Welt, Busunfälle kommen häufig vor. Am Freitag waren zwei Russen ums Leben gekommen, als ihr Bus sich in der Nähe von Nuweiba auf der Sinai-Halbinsel überschlug. Vor zwei Wochen waren in der zentralägyptischen Provinz Assiut beim Zusammenstoß eines Busses mit einem Zug 47 Schulkinder ums Leben gekommen. Zu dem Unfall kam es, nachdem der Wärter des Bahnübergangs eingeschlafen war. Sowohl Verkehrsminister Raschad al-Metini als auch der Chef der Eisenbahnbehörde traten wegen des Vorfalls zurück.

(afp/dpa/bee/ap)
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