02.12.2012, 09:19

Unglück Mehrere Menschen sterben bei Tunnel-Einsturz in Japan

Sasago tunnel accident

Foto: dpa

Sasago tunnel accident Foto: dpa

Der Tunnel brach auf einer Strecke von etwa 50 Metern ein und begrub Insassen eines Kleinbusses unter sich. Sieben Personen werden vermisst.

Beim Einsturz eines Tunnels in Japan sind laut Polizei offenbar mehrere Menschen ums Leben gekommen. Lokale Medien hatten zuvor gemeldet, zwei Frauen seien bei dem Unglück etwa 80 Kilometer westlich von Tokio mit Verletzungen davongekommen. Sieben würden vermisst.

Die Polizei teilte mit, dass der Einsturz der 20 Zentimeter dicken Tunneldecke wohl mehrere Insassen eines Kleinbusses getötet habe. Das insgesamt 4,7 Kilometer lange Bauwerk brach nach Angaben der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo auf einer Strecke von etwa 50 bis 60 Metern zusammen. Bergungskräfte hätten ihre Arbeit eingestellt, weil die Lage im Tunnel als zu gefährlich eingeschätzt werde.

Autos stehen in Flammen, Rauch quillt aus dem Tunnel

Das Unglück ereignete sich nach Polizeiangaben im Sasago-Tunnel, mit 4,3 Kilometern einer der längsten Tunnel Japans. Auf Bildern von Überwachungskameras im Tunnel, die der Fernsehsender NHK zeigte, waren Autos zu sehen, auf die Betonblöcke gestürzt waren. Feuerwehrleute bahnten sich ihren Weg durch Schutt und dichten Rauch. Mehrere Autos standen in Flammen.

"Rauch quillt aus dem Tunnel", berichtete ein Polizeisprecher. Nach Angaben eines Feuerwehrmannes befand sich die Unglücksstelle ungefähr in der Mitte des Tunnels.

Eine leicht verletzte Überlebende sagte den Rettungskräften, sie habe sich aus einem Fahrzeug befreien können, in dem sechs Menschen unterwegs gewesen seien. Die Helfer stellten ihre Arbeit gegen 12.50 Uhr Ortszeit vorübergehend ein, weil die Lage als zu gefährlich eingeschätzt wurde.

(dpa/afp/dapd/bee)
Bleiben Sie informiert:
Die Berliner Morgenpost in sozialen Netzwerken.
Folgen Sie uns auf Twitter