29.11.2012, 01:41

Stofftier-Fahndung Die bizarre Odyssee eines estnischen Plüsch-Lamms

Mit Hilfe von Radio und Zeitungen suchten Eltern nach dem verschwundenem Stofftier ihrer kleinen Tochter. Das Spielzeug machte eine Reise durch halb Europa, bevor es schließlich gefunden wurde.

Nach einer Odyssee über die Ostsee von Estland nach Deutschland und zurück hat ein kleines Lämmchen aus Plüsch dank intensiver Suche zu seiner Besitzerin zurückgefunden.

Die achtjährige Triinu Raim aus der Stadt Kuressaare auf der Insel Saaremaa habe das Tier namens Maa, zu Deutsch Mäh, zu Beginn der vergangenen Woche verloren, sagte ihr Vater Riho der Nachrichtenagentur AFP. Da Triinu der Verlust des ersten Weihnachtsgeschenks so geschmerzt habe, sei daraufhin "eine großangelegte Suche gestartet" worden.

"Am Donnerstag haben wir Suchmeldungen im örtlichen Radio und eine Anzeige mit einem Foto des Lamms in der hiesigen Zeitung geschaltet", sagte der Vater. Daraufhin habe sich herausgestellt, dass zwei russische Seeleute das Plüschtier auf der Straße gefunden hätten und anschließend mit ihm in einer Kneipe gewesen seien.

Von dort ließen sie sich mit einem Taxi abholen. "Ich habe dann das Taxiunternehmen angerufen und erfahren, dass sie zum Hafen gefahren sind", sagte der Vater.

Dort wiederum hätten Mitarbeiter angegeben, dass die Seeleute mit einem Schiff ausgelaufen seien, dass Holz nach Deutschland bringen solle. Über Funk sei der Kapitän verständigt worden, der wiederum per E-Mail ein Foto des Lamms geschickt habe, sagte der Vater.

Auf dem Bild saß das Tier demnach bequem auf der Brücke des Schiffs – und zwar im Hafen von Wismar in Mecklenburg-Vorpommern. Doch die Familie hatte Glück, das Schiff war mittlerweile wieder auf dem Rückweg nach Estland. Seit Dienstag seien Triinu und ihr Liebling nun wieder vereint.

(AFP/cc )
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