28.11.2012, 14:04

Wetter In Deutschland zieht nun der Winter ein

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Bislang war das Wetter grau, aber relativ mild. Doch jetzt soll es deutlich kälter werden. Das erhöht die Chancen auf weiße Weihnachten.

Wer aus dem Fenster schaut, sieht vor allem eine Farbe vorherrschen: grau. Dafür sind die Temperaturen für Ende November noch relativ mild. Doch ein doppeltes Tief soll das jetzt ändern. Für weite Teile Deutschlands kündigen die Meteorologen Winterwetter an. So bildet das Mittelmeertief Heike in der Nacht zu Donnerstag einen zweiten Kern namens Heike2, wie der Deutsche Wetterdienst am Mittwoch in Offenbach mitteilte. Dabei sinkt die Schneefallgrenze in den westlichen Mittelgebirgen auf 400 Meter, teilweise auch darunter. Es kühlt sich auf fünf bis minus ein Grad Celsius ab.

Am Donnerstag bewegen sich die Tageshöchstwerte dann zwischen null und acht Grad. In weiten Teilen des Landes ist es stark bewölkt bis bedeckt. Von Süddeutschland über die östliche Mitte bis nach Brandenburg erwarten die Meteorologen teils kräftige Dauerniederschläge. Die Schneefallgrenze sinkt auf bis zu 200 Meter.

Temperaturen fallen in der Nacht zu Freitag unter den Gefrierpunkt

In der Nacht zu Freitag fällt die Temperatur teils unter den Gefrierpunkt. Dann besteht Glättegefahr. Tagsüber werden Schnee-, Regen- und Graupelschauer erwartet. Voraussichtlich bleibt das kühle Wetter über das kommende Wochenende erhalten.

"Das erhöht die Chance auf weiße Weihnacht", sagte der Meteorologe Jurik Müller vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig am Mittwoch. "Die statistische Erfahrung besagt: Wenn Anfang Dezember die Tagesmitteltemperatur unter die Null-Grad-Marke sinkt, wird der gesamte Dezember mit einer Wahrscheinlichkeit von ungefähr 70 Prozent zu kalt ausfallen." Das bestätige auch die Bauernregel: Fällt auf Eligius (1.12.) ein kalter Wintertag, die Kälte noch vier Wochen dauern mag.

"Rückblickend war der meteorologische Herbst von September bis November insgesamt zu trocken und etwas zu warm", sagte Müller. Allgemein schätzt der Meteorologe, dass der Winter 2012/13 normal ausfallen werde. "Das gilt sowohl hinsichtlich der Frost- als auch der Schneedeckentage. Kältere, winterliche Abschnitte werden sich mit milderen, regnerischen Perioden abwechseln, aber in der Summe ausgleichen", sagte Müller.

(dpad/alu/ap)
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