20.11.12

Co-Pilot erkrankt

Passagier hilft Lufthansa-Kapitän beim Landen

Es klingt wie ein Film aus Hollywood: Auf einem Flug von New York nach Frankfurt erlitt der Co-Pilot einen Migräne-Anfall. Ein Passagier sprang für ihn ein und half, den Jumbo sicher zu landen.

Foto: dpa

Ein Pilot an den Instrumenten im Cockpit. An Bord einer Lufthansa-Maschine half ein Passagier aus, als der Co-Pilot wegen Migräne ausfiel
Ein Pilot an den Instrumenten im Cockpit. An Bord einer Lufthansa-Maschine half ein Passagier aus, als der Co-Pilot wegen Migräne ausfiel

Die Lufthansa hat einen neuen Helden: Bei einem hollywoodreifen Luftzwischenfall über dem Nordatlantik hat ein Passagier einem Jumbo-Kapitän der Lufthansa bei der außerplanmäßigen Landung in Dublin geholfen.

Co-Pilot ausgefallen

Der Vorfall trug sich am Montag zu, nachdem der diensthabende Co-Pilot wegen eines starken Migräne-Anfalls arbeitsunfähig geworden war. Das berichteten mehrere irische Zeitungen und Branchendienste am Dienstag.

Bei dem Passagier handelte es sich um einen Piloten einer nordamerikanischen Fluggesellschaft, sagte eine Lufthansa-Sprecherin der "Welt". Der Mann habe eine Lizenz zum Fliegen von Maschinen des Typs B747.

Der "Irish Examiner" berichtete, dass der Passagier seine Hilfe angeboten habe, nachdem die Crew die Umleitung angekündigt hatte. Er habe dann geholfen, das Flugzeug sicher mit einer Notlandung auf dem Dubliner Flughafen zu landen. Im "Irish Independent" wurde die Aussage wiedergegeben, auch die Kabinencrew – also Stewardessen und Stewards – seien darauf trainiert, mit dem Piloten die Checklisten durchzugehen, wenn es nötig ist.

Von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft verschieden sind die Vorschriften, bis zu welcher Entfernung oder Flugdauer zwei Piloten im Cockpit ausreichen oder die Besatzung aufgestockt werden muss. Die Grenze liegt in der Regel bei acht oder neun Stunden Flug, was für eine Verbindung von Mitteleuropa zur nördlichen Ostküste ausreicht.

Mit achtstündiger Verspätung in Frankfurt gelandet

Es handelte sich um den Flug LH403 von Newark an der US-Ostküste nach Frankfurt am Main mit 264 Passagieren an Bord.

Das Flugzeug landete nach Angaben der Zeitung "Irish Independent" um 5.30 Uhr am Morgen sicher auf dem Flughafen der irischen Hauptstadt.

Dort wurde der kranke Co-Pilot ins Krankenhaus gebracht. Die Boeing 747 wurde mit einer aus Deutschland nach Dublin beorderten Crew nach Frankfurt geflogen und landete mit rund achtstündiger Verspätung schließlich am Montagnachmittag um 15:50 sicher in Frankfurt.

Quelle: dapd/oje
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