17.11.12

"Twilight"-Premiere

Mutter verhindert Amoklauf ihres Sohnes

Als sie merkte, dass ihr Sohn Waffen kaufte, rief die Mutter die Polizei. Ihr zwanzigjähriger Sohn wollte die Premiere des neuen "Twilight"-Films stürmen. Sein Vorbild: der "Batman"-Todesschütze.

Foto: dapd

Blaec L. plante im US-Bundesstaat Missouri offenbar Anschläge auf ein Kino und einen Supermarkt. Zuerst wollte der 20-Jährige in der Premiere des neuen „Twilight“-Films um sich schießen
Blaec L. plante im US-Bundesstaat Missouri offenbar Anschläge auf ein Kino und einen Supermarkt. Zuerst wollte der 20-Jährige in der Premiere des neuen "Twilight"-Films um sich schießen

Eine aufmerksame Mutter hat im US-Staat Missouri offenbar einen Amoklauf bei der Premiere des neuen "Twilight"-Films verhindert. Sie schaltete die Polizei ein, als sie bemerkte, dass ihr Sohn Waffen ähnlich denen kaufte, die bei den tödlichen Schüssen während einer "Batman"-Premiere im Juli in Colorado verwendet wurden. Der 20-Jährige Blaec L. aus Bolivar wurde festgenommen und offiziell der Körperverletzung und einer terroristischen Drohung beschuldigt.

"Zum Glück gab es ein verantwortungsbewusstes Familienmitglied, sonst wäre das vielleicht ganz anders ausgegangen", sagte der Polizeichef von Bolivar, Steve Hamilton. Der Beschuldigte werde wegen einer geistigen Störung behandelt. In den Gerichtsdokumenten hieß es, er nehme seine Medikamente nicht.

Seine Mutter hatte sich am Donnerstag an die Polizei gewandt und erklärt, sie befürchte, dass ihr Sohn bei der Premiere des neuesten Films der Vampir-Reihe "Twilight" im Kino von Bolivar auf Menschen schießen könnte. Wie aus den Gerichtsdokumenten hervorgeht, glaubte sie, die Waffen ähnelten denen, die der Schütze in Aurora im US-Staat Colorado bei einem Amoklauf im Juli benutzte. Damals kamen zwölf Menschen ums Leben.

20-Jähriger übte am Schießstand

Blaec L. wurde vernommen und sagte, er habe Karten für die Vorstellung des "Twilight"-Films am Sonntag in Bolivar gekauft und geplant, im Kino um sich zu schießen. Die Stadt südöstlich von Kansas City hat rund 10.000 Einwohner.

Der junge Mann erklärte weiter, er habe auch geplant, in einem Supermarkt um sich zu schießen. Wenn ihm dort die Munition ausgegangen wäre, hätte er sich leicht neue verschaffen können, sagte er. Er habe auch einen Mitarbeiter des Marktes erstechen wollen.

Der Polizei zufolge kaufte der Blaec L. seine Waffen am Montag und Dienstag. Danach fuhr er zu einem Schießstand, um zu üben, weil er noch nie zuvor mit einer Waffe geschossen hatte.

Quelle: dapd/cke
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