11.11.2012, 16:43

Gießen Zwölf Autos verunglücken auf 50-Kilometer-Ölspur

Der Lastwagen war fabrikneu, trotzdem ging so viel Öl verloren, dass sich 50 Kilometer Autobahn in eine Rutschbahn verwandelten. Zwölf Autos verunglückten, zahlreiche Abschnitte wurden gesperrt.

Eine rund 50 Kilometer lange Ölspur hat am Sonntag drei Autobahnen in Hessen in Rutschbahnen verwandelt: Auf dem schmierigen Untergrund verunglückten zwölf Autos, wie die Polizei in Gießen mitteilte.

Zwei Menschen wurden leicht, einer schwer verletzt. Das Öl hatte ein fabrikneuer Lastwagen auf seiner Überführungsfahrt verloren, weil die Schweißnaht eines Tanks leckte.

Betroffen waren die A5, die A485 und ein 30 Kilometer langer Abschnitt der A45 Richtung Norden zwischen Gambacher Kreuz und Herborn.

Bei der Polizei waren am Sonntag gegen 7 Uhr erste Notrufe eingegangen. Auf allen betroffenen Autobahnen waren Autos von der Fahrbahn abgekommen.

Zeitweise waren 70 Feuerwehrleute und fünf Notärzte im Einsatz. Den Sachschaden bei der Unfallserie schätzte die Polizei auf 65.000 Euro.

Für die Reinigungsarbeiten, die den ganzen Tag andauerten, sperrten Polizei und Autobahnmeisterei zeitweise mehrere Autobahnabschnitte und Fahrspuren.

Der Lkw befand sich auf einer Überführungsfahrt und wurde auf einem Parkplatz abgestellt.

(dpa/dapd/sara)
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