07.11.12

Südamerika

Starkes Erdbeben erschüttert Guatemala und Mexiko

Ein schweres Erdbeben im Pazifik hat Panik in Mexiko, Guatemala und El Salvador ausgelöst. Drei Menschen starben, ein Tsunami blieb aus.

Foto: REUTERS

Erdbeben: In Guatemala Stadt flüchten Menschen aus einem Bürogebäude
Erdbeben: In Guatemala Stadt flüchten Menschen aus einem Bürogebäude

Ein Erdbeben der Stärke 7,2 hat am Mittwoch Guatemala erschüttert. Dabei starben nach ersten Angaben drei Menschen, wie Rettungsmannschaften berichteten. Zudem stürzten Dutzende Häuser ein.

Der Erdstoß, der nach ersten Angaben des Seismologischen Instituts in dem mittelamerikanischen Land Stromausfälle verursachte, war auch im Süden Mexikos bis nach Mexiko-Stadt zu spüren. Das Seismologische Institut der USA hatte zunächst eine Stärke von 7,5 gemeldet. Auch in anderen Ländern der Region bebte die Erde.

In Guatemala-Stadt und San Salvador liefen dutzende Menschen auf die Straße, im Zentrum von Mexiko-Stadt wurden einige Gebäude geräumt. Das Beben in der guatemaltekischen Hauptstadt sorgte insbesondere im Stadtzentrum für Panik, da dort zahlreiche Wolkenkratzer stehen. Auch in San Salvador, der Hauptstadt von El Salvador, liefen dutzende Menschen aus Angst vor Nachbeben aus den Häusern.

Im Zentrum von Mexiko-Stadt wurde die Evakuierung von mehreren Gebäuden angeordnet. "Es gab gerade ein Erdbeben", twitterte Bürgermeister Marcelo Ebrard. Später teilte er mit, dass die Erschütterungen zwar in weiten Teilen der Metropole zu spüren gewesen seien, aber keine Schäden verursacht hätten.

Epizentrum im Pazifik

Das Epizentrum befand sich im Pazifik vor der Küste der Departements Retalhuleu und Quetzaltenango, unweit der Grenze zu Mexiko. Das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik teilte mit, es bestehe keine Gefahr einer Riesenwelle.

Im Westen Guatemalas kam es laut den Berichten zu Stromausfällen. In der Ortschaft San Pedro Sacatepequez seien einige Häuser eingestürzt oder beschädigt worden. Die Toten wurden im Departement San Marcos an der mexikanischen Grenze geborgen, wo den Angaben zufolge auch Dutzende Häuser beschädigt wurden.

Schulen und größere Gebäude wurden vorsorglich evakuiert. Präsident Otto Pérez teilte mit, die meisten Schäden seien aus dem Departement Quetzaltenango im Westen des Landes gemeldet worden.

Vor zwei Monaten hatte ein Erdbeben der Stärke 7,6 das zentralamerikanische Costa Rica erschüttert. Verletzt wurde niemand.

Quelle: dpa/AFP/mim
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