Gestohlene Särge
Angehörige müssen Transport aus Polen zahlen
In Polen hat die Polizei alle zwölf in Deutschland gestohlenen Leichen identifiziert. Die Toten können zurücktransportiert werden. Allerdings müssen die Angehörigen für die Kosten selbst aufkommen.
Die polnische Polizei hat mit Unterstützung deutscher Beamter alle zwölf Leichen identifiziert, die zusammen mit dem Transporter eines Bestattungsinstituts nahe Berlin gestohlen worden und nach Polen gelangt waren.
Die Verstorbenen sollten nunmehr für den Rücktransport nach Deutschland vorbereitet werden, sagte am Donnerstag ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Frankfurt an der Oder.
Die Rückführung der Toten obliege indes den deutschen Angehörigen, erläuterte der Sprecher. Laut Polizei sind die Formalitäten für den notwendigen internationalen Leichenpass kompliziert. Die nicht unerheblichen Kosten für den Transport aus Polen nach Deutschland müssen demnach die Angehörigen übernehmen.
Das Fahrzeug mit den Leichen war in der Nacht zum 15. Oktober zusammen mit zwei weiteren Transportern in einem Hoppegartener Gewerbegebiet unweit der Berliner Stadtgrenze gestohlen worden.
Drei Verdächtige festgenommen
Die Verstorbenen sollten ursprünglich zur Einäscherung ins sächsische Meißen gebracht werden. Die Diebe hatten wahrscheinlich aus Versehen das Fahrzeug des Bestattungsfahrdienstes erwischt. Die Särge wurden nach intensiver Suche von polnischen Polizisten am Dienstag in einem Wald bei Konin rund 100 Kilometer östlich von Poznan entdeckt.
Sie seien ungeöffnet und unversehrt gewesen, sagte Scherding. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden die Angehörigen nach dem Fund der Särge sofort informiert.
Die polnische Polizei hatte im Zusammenhang mit dem Diebstahl in der vergangenen Woche drei Verdächtige festgenommen. Nach zwei Männern wird weiterhin gefahndet.


















