10.10.12

Costa Concordia

Unglückskapitän Schettino will gegen Entlassung klagen

Der Kaptiän des Kreuzfahrtschiffes will seinen Job zurück. Bei dem Unfall unter seinem Kommando kamen 32 Menschen ums Leben.

Foto: dpa

Das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia lag am 02.02.2012 nach einem Unfall vor der Insel Giglio auf der Seite.
Das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia lag am 02.02.2012 nach einem Unfall vor der Insel Giglio auf der Seite.

Der Kapitän der "Costa Concordia", Francesco Schettino, will italienischen Medienberichten zufolge gegen seine Entlassung klagen. Er wolle seine Kündigung vor einem Arbeitsgericht anfechten und ausstehende Gehälter einfordern, berichtete die Zeitung "La Repubblica" am Mittwoch.

Am 13. Januar 2012 stoß die "Costa Concordia", welche etwa tausend Besatzungsmitgliedern an Bord hatte, nahe der Insel Giglio auf einen Felsen. Durch einen 70 Meter langen Riss drang sofort Wasser in das Schiff ein. 32 Menschen kamen dabei ums Leben, darunter auch mehrere Deutsche. Die Rettungsaktion dauerte Stunden, in denen Schettino schon längst das Schiff verlassen hatte.

Es folgte ein Disziplinarverfahren nachdem die Reederei Costa Crociere, die zum US-Konzern Carnival gehört, Ende Juli Schettino entließ, wie sie der italienischen Nachrichtenagentur ANSA bestätigte. Aber dies will sich der ehemalige Kapitän nun nicht bieten lassen und klagt gegen die Reederei.

Doch die Reederei sieht dies ganz anders. Sie macht Francesco Schettino für dem Unfall verantwortlich, weil er sich mit dem Schiff zu nah an der Küste aufhielt. Schettino darf seither nur noch auf kleinen Schiffen fahren. Am Montag findet vor dem Gericht in der toskanischen Stadt Grosetto die nächste Anhörung zur Beweisaufnahme im Falle des Unglücks der Costa Concordia statt.

Quelle: dapd/anp
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