Sachsen-Anhalt
Polizist erschießt 38-Jährigen vor Tattoo-Studio
Polizisten wollten einen Mann vor einem Tattoo-Studio stellen, weil er eine Frau lebensgefährlich verletzt haben soll. Doch der Verdächtige griff an, und einer der Beamten erschoss ihn.
Nach den tödlichen Schüssen eines Polizisten auf einen Mann am Donnerstag in Bitterfeld-Wolfen wird gegen den Beamten wegen Totschlags ermittelt.
Möglicherweise habe der 49-jährige Polizist auch in Notwehr gehandelt, sagte Oberstaatsanwalt Christian Preissner in Bitterfeld. Er habe offenbar seinem Kollegen, der von dem 38-Jährigen angegriffen und mehrfach auf dem Kopf geschlagen worden war, zur Hilfe kommen wollen.
Der 38-Jährige war laut Preissner mit einem messerähnlichen Gegenstand vor einem Tattoo-Studio auf den Beamten losgegangen. Der Oberstaatsanwalt wollte Aussagen, wonach es sich bei der Waffe um einen 50 Zentimeter langen Säbel oder Machete handelt, nicht bestätigen.
Nachts das Motorrad des Verdächtigen entdeckt
Das spätere Opfer soll zuvor eine 27-Jährige lebensgefährlich verletzt haben. Eine Bewohnerin hatte die Frau, mit welcher der Mann bis vor einem halben Jahr zusammengelebt hatte, am Mittwochabend mit mehreren Stichverletzungen auf der Straße liegend gefunden und die Retter alarmiert.
Sie wurde in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Gesundheitszustand war vom Notarzt als lebensbedrohlich eingeschätzt worden.
Beamte entdeckten das Motorrad des geflohenen mutmaßlichen Täters, der gedroht hatte, sich umzubringen, in der Nacht vor dem Tattoo-Studio. Gegen 4.20 Uhr sei der Mann plötzlich aus dem Geschäft gestürmt und habe einen Polizisten attackiert.
Daraufhin habe dessen Kollege den Mann erschossen. Der Beamte wurde schwer am Kopf verletzt und musste in eine Klinik gebracht werden.

















