Unfall
Rentner rast mit 230-PS-Mercedes in Kita
Gas statt Bremse: Mit seinem 230 PS starken Mercedes ist ein Rentner in Lüneburg gegen die Hauswand eines Kindergartens gerast. Die Grünen fordern schon länger einen Gesundheitscheck ab 80.
Der unfreiwillige Besuch eines Rentners mit seiner Limousine in einem Lüneburger Kindergarten ist glimpflich geendet. Der 68-Jährige steuerte den 230 PS starken Wagen über das Kita-Gelände gegen die Außenfassade des Horts, verletzt wurde niemand.
Vermutlich habe der Rentner Gaspedal und Bremse verwechselt, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Dabei durchbrach er mit seinem Mercedes erst eine Hecke, dann eine kleine Mauer und anschließend einen Zaun, bevor sein Fahrzeug auf dem Außengelände der Kita zum Stehen kam. Es entstand ein Sachschaden von gut 5500 Euro.
Grüne wollen Senioren-Check
Der Grünen-Verkehrsexperte Arndt Klocke möchte schon seit langem, dass der Gesundheitscheck für Senioren ab 80 Jahren eine verpflichtende Kontrolle wird.
"Der Gesundheitscheck sollte unabhängig von früheren Auffälligkeiten turnusmäßig alle zwei Jahre erfolgen." sagte er der "Rheinischen Post":
Ausnahmen sind möglich
Für fitte Rentner am Steuer sollen Ausnahmen möglich sein, um die Mobilität von älteren Menschen nicht unnötig einzuschränken.
"Möglicherweise kann man Senioren in Ausnahmefällen zum Beispiel Fahrten zum nächsten Supermarkt oder zu Verwandten in der Nähe erlauben", so Klocke weiter.
Im Bundestag hatten die Grünen schon einmal einen Vorstoß gewagt: Im Jahr 2008 wurde der Vorschlag von Senioren-Gesundheitschecks für die Autotauglichkeit abgelehnt.


















