21.08.12

UV-Strahlung

Helle Haut verbrennt schon am Morgen

Wer glaubt, am frühen Morgen bestünde keine Sonnenbrandgefahr, irrt gewaltig. Menschen mit mediterranem Hauttyp sind zwar besser geschützt - doch auch für sie gilt: Vorsicht ab 12 Uhr.

Foto: DPA

Eine junge, hellhäutige Frau sonnt sich am Rand eines Brunnens auf dem Alexanderplatz in Berlin und hat scheinbar keine Angst vor Sonnenbrand
Eine junge, hellhäutige Frau sonnt sich am Rand eines Brunnens auf dem Alexanderplatz in Berlin und hat scheinbar keine Angst vor Sonnenbrand

Hellhäutige Menschen können sich im Hochsommer schon morgens um 9 Uhr oder noch am späten Nachmittag um 17 Uhr einen Sonnenbrand holen. Ihr Hauttyp ist so sonnenempfindlich, dass sie schon bei der geringster UV-Bestrahlung verbrennen.

"Wer einen keltischen Hauttyp hat mit hellen Haaren und Augen und nie richtig braun wird, sollte immer vorsichtig sein", sagte Gertraud Kremer vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen in Berlin. "Nach 18 Uhr ist das Risiko aber nicht mehr so hoch." Je tiefer die Sonne steht, desto ungefährlicher werde es.

Die Sonnenempfindlichkeit hängt außerdem davon ab, wie gut die Haut schon an die UV-Strahlung gewöhnt ist. "Wer immer viel im Garten arbeitet und dadurch vorgebräunt ist, für den ist der Freibadbesuch im Hochsommer um 9 Uhr relativ ungefährlich", erklärt Kremer.

"Sitzt jemand dagegen sonst immer nur im Büro und will dann einen schönen Sommertag nutzen, geht das schief." Grundsätzlich besser geschützt als besonders hellhäutige sind Menschen mit mediterranen Hauttyp sowie dunkleren Haaren und Augen.

Wer wissen will, wie lang seine individuelle Sonnenschutzzeit ist, kann das unter www.uv-check.de ermitteln. Unter Angabe von Ort, Uhrzeit und Hauttyp wird Kremer zufolge berechnet, wie lange der Betreffende sich ungeschützt draußen aufhalten kann.

Haut manchmal nur Minuten vor der Sonne geschützt

"Das sind manchmal nur Minuten oder Sekunden", warnt die Hautärztin. Betrieben wird das Portal vom BVDD, dem Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt und einem Pharmakonzern.

"Der Sonnenstand ist zwischen 12 und 15 Uhr am höchsten und damit auch die UV-Strahlenbelastung", erläutert Kremer. Zu dieser Zeit sollte jeder die Sonne meiden.

Zu allen anderen Tageszeiten müssen sich vor allem die Empfindlichen besonders mit Sonnenschutzmitteln oder Sonnenschutzkleidung schützen – etwa aus Seide oder Funktionstextilien. Menschen mit Glatze setzen am besten immer eine Kopfbedeckung auf.

Quelle: dpa/oc
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