16.08.12

Billigflieger

Kerosinmangel - drei Ryanair-Maschinen müssen notlanden

Alle guten Dinge sind drei: Gleich drei Flugzeuge des Billigfliegers hatten nicht genügend Kerosin im Tank, als sie Notrufe sendeten.

Foto: DAPD
Ryanair fliegt künftig auch ab Köln
Das war knapp: Gleich drei Billigflieger mussten aus Not in Valencia landen

Das war knapp. Gleich drei Flugzeuge der irischen Fluggesellschaft Ryanair mussten am 26. Juli in der spanischen Stadt Valencia notlanden, weil sie nicht genügend Treibstoff getankt hatten. Mehrere spanische Verbraucherschutzorganisationen halten seitdem dem Billigflieger vor, die Passagiere in Gefahr gebracht zu haben.

Jetzt geht die dem spanischen Verkehrsministerium unterstellte Flugsicherheitsbehörde (AESA) den Anschuldigungen nach. Stephen McNamara, Sprecher von Ryanair, versuchte gegenüber der irischen Zeitung "Sunday Independent", die Aufregung zu dämpfen. Ja, es sei richtig, dass am 26. Juli drei Flieger in Valencia außerplanmäßig gelandet seien.

Von Notlandungen könne aber keine Rede sein. Auch wenn der Treibstoff knapp geworden war. Schuld wäre aber nicht sein Unternehmen, sondern ein schweres Gewitter, das an diesem Tag über Madrid wütete. Die Lotsen hatten etliche Flugzeuge nach Valencia umgeleitet, das etwa eine Flugstunde von Madrid entfernt liegt. Dort mussten die Flugzeuge in der Warteschleife ihre Runden drehen.

Die Aufnahmen des Funkverkehrs zwischen einem Ryanair-Piloten und der Flugsicherheit ATC in Valencia vom 26. Juli zeugen dagegen durchaus von einer Situation an Bord, in der die Nerven blank lagen. "Mayday!", sendete der Kapitän. Seine Tankfüllung neigte sich dem Ende zu. Der Flugsicherheit blieb nichts anderes übrig, als die drei in Not geratenen Boeings B737 sofort landen zu lassen. – vor anderen Fliegern, die ebenfalls aus Madrid umgeleitet waren und schon länger in der Warteschleife kreisten. Hier hatten die Piloten offenbar besser vorgesorgt als bei Ryanair. Deren Flugzeuge hatten nicht zu wenig im Tank.

Unterdessen ist am Donnerstag ein Flugzeug der russischen Fluggesellschaft Aeroflot mit 256 Menschen an Bord wegen einer Bombendrohung außerplanmäßig in Island gelandet. Der Airbus 330 sei auf dem Weg von New York nach Moskau gewesen, als ein anonymer Anrufer der New Yorker Polizei von einer Bombe an Bord berichtet habe, sagte Aeroflot-Sprecherin Irina Dannenberg. Das Flugzeug landete daraufhin auf dem isländischen Flughafen Keflavik, wo Gepäck und Passagiere untersucht wurden. "Sie haben keinen Sprengstoff gefunden, und ich weiß nicht, wie lange die Suche noch dauern wird", sagte Iris Marelsdottir vom isländischen Zivilschutz. Um die Passagiere kümmere sich das Rote Kreuz.

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