Nach Anschlag auf Beatrix
Amokfahrer in den Niederlanden gestorben
Einen Tag nach dem versuchten Anschlag auf die niederländische Königsfamilie ist der Amokfahrer seinen schweren Verletzungen erlegen. Der 38-Jährige sei in der Nacht im Krankenhaus gestorben, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Niederländischen Medienberichten zufolge war der Mann bereits seit dem Abend klinisch tot.
Um 02.58 Uhr erlag der Amokfahrer dann einem schweren Schädel-Hirn-Trauma, wie Staatsanwaltschafts-Sprecher Wim de Bruin sagte.
Die Ermittlungen gegen den Amokfahrer würden wegen seines Todes eingestellt, sagte De Bruin, allerdings werde weiter versucht, die genauen Umstände der Amokfahrt aufzuklären. Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Mannes seien keine Waffen oder Sprengstoff gefunden worden.
Es gebe keine Hinweise auf mögliche Mittäter. Niederländische Zeitungen berichteten, der aus dem Osten des Landes stammende Täter sei verzweifelt gewesen, weil er seine Arbeit bei einem privaten Sicherheitsdienst verloren habe.
Der Mann war bei einer Parade zum Nationalfeiertag in Apeldoorn mit seinem Wagen in die Zuschauermenge gerast und hatte dabei fünf Menschen getötet. Elf Menschen wurden verletzt, mehrere von ihnen schwer. Den Ermittlern zufolge gestand der Amokfahrer noch am Tatort, dass seine Tat sich gegen die königliche Familie richtete.
Beim ersten Kontakt mit der Polizei am Tatort erklärte der Mann, dass seine Tat gegen die Königsfamilie gerichtet war", sagte Justizsprecher Ludo Goossens.
Die in einem offenen Bus an der Parade teilnehmende Königsfamilie verfolgte das geschehen mit Entsetzen, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Einige rissen im Schock die Hände vors Gesicht. Neben Königin Beatrix wurden auch Kronprinz Willem Alexander und dessen Frau Maxima unmittelbar Zeugen der Amokfahrt.
Am Königinnentag wird in den Niederlanden der Geburtstag der Königinmutter Juliana gefeiert, die in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden wäre. In der Regel sind aus diesem Anlass hunderttausende Niederländer im ganzen Land mit orangefarbenen Hüten und bizarren Kostümen unterwegs.
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