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26.08.09

Interaktive Karte

Wie sich die Schweinegrippe ausbreitet

Mitte August verzeichnete die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr als 182.000 Fälle von Schweinegrippe weltweit. 1799 Menschen waren zu diesem Zeitpunkt an der Grippe gestorben, davon 53 in Europa. Man kann dabei zusehen, wie sich die Krankheit ausbreitet: Internet-Karten von Google zeigen den Weg der Schweinegrippe.

© BMO
Interaktive Karte Verbreitung Schweinegrippe in Europa und in der Welt Virus H1N1

Im Internet wird die Schweinegrippe sichtbar - mit interaktiven Karten. Der US-amerikanische Mediziner und Unternehmer Henry L. Niman , der sich unter anderem auch mit der Ausbreitung der Vogelgrippe befasst hat, hat eine Karte erstellt, die Meldungen zu Fällen von Schweinegrippe weltweit aufzeigt. Auf der Karte stehen gelbe Markierungen für Infektions-Verdacht, orange Markierungen zeigen bestätigte Infektionen, rote Markierungen verweisen auf Todesfälle. Die Zahlen geben die Zahl der jeweiligen Fälle insgesamt an, die Größe der Kreise korrespondiert mit der Zahl der Fälle. Die farbliche Umrandung der großen Kreise zeigt auch das Verhältnis der drei Kategorien Infektionsverdacht, bestätigte Infektion, Todesfälle. Mit der Zoomfunktion lässt sich die Karte vergrößern, dann werden auch Einzelfälle im jeweiligen Bereich sichtbar.


(Weitere Informationen bekommen Sie bei einem Klick auf die Markierungen. Die Karte können Sie mit den Plus- und Minus-Symbolen links oben vergrößern und verkleinern - dann wird auch die geografische Verteilung von einzelnen Fällen sichtbar. Mit einem Klick auf die Karte - bei gedrückter linker Maustaste - lässt sich der Kartenausschnitt bewegen. Zudem lässt sich eine Karte der Schweinegrippe-Ausbreitung in Deutschland als G roßansicht abrufen.)

Bei Healthmap.org wird aus zahlreichen Informationen eine Karte erstellt, die mindestens näherungsweise zeigt, wo welche Krankheiten in welchem Maße auftreten. Zwei unterschiedliche Markierungen verwendet Healthmap dabei: Der runde Marker zeigt regionale Ausbrücke von Krankeiten an, Marker mit einer geraden Kante oben verweisen auf sich landesweit ausbreitende Infektionen. Die Färbung von Gelb zu Rot steht für den Grad der Gefährdung.

Als Quellen nutzt Healthmap.org unter anderem:

  • Promed (Program for Monitoring Emerging Diseases, Programm zur Überwachung ausbrechender Krankheiten) sammelt Berichte über Ausbrüche von Krankheiten, die Menschen, Tiere oder Pflanzen betreffen. Das System ist offen, jeder kann mitmachen, allerdings werden die eintreffenden berichte nach Angaben von Promed zunächst von Experten überprüft und erst dann innerhalb des Dienstes veröffentlicht. Der Informationsdienst Promed existiert seit 1994 und ist ein Programm der International Society for Infectious Diseases (ISID, Internationale Gesellschaft für Infektionskrankheiten).
  • Informationen der Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organization), die für die Vereinten Nationen den Bereich internationales Gesundheitswesen koordiniert.
  • Eurosurveillance ist eine medizinisch-wissenschaftliche Publikation, die sich mit Epidemiologie befasst. Die Redaktion ist an das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC, Europäisches Zentrum für Krankheitsvorbeugung und -Kontrolle) in Stockholm angebunden.
  • Der Wildlife Desease Information Node ist ein Informationsdienst der US-amerikanischen National Biological Information Infrastructure (NBII): Diese Regierungseinrichtung stellt Daten und Informationen zu Flora und Fauna zur Verfügung.
  • Daneben kann Healthmap.org auch Nachrichten auswerten, die über den Nachrichten-Service der Suchmaschine Google gesammelt werden.

Aus diesen Daten erstellt Healthmap.org eine Karte – die darzustellenden Krankheiten können im Menü links ausgewählt werden. Und so funktionier's : Um Informationen zum Ausbruch der Schweipest zu bekommen, sollte man a) im Menü "Feeds" die Informationen von Promed, der WHO sowie Eurosurveillance aktivieren und b) unter "Deseases" zuerst mit der Schaltfläche "None" alle Menüeinträge deaktivieren, anschließend den Eintrag "Swine Flu H1N1" aktivieren.

Quelle: dino
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