Rotlichtviertel
Amsterdam bietet Schnupperkurse im Bordell an
Mariska Majoor hat früher als "Fensterhure" gearbeitet. Aus dem Job ist sie längst ausgestiegen, doch ihr Geld verdient sie noch immer im Amsterdamer Rotlichtviertel. Inzwischen bietet sie Führungen an, bei denen Touristen Gelegenheit bekommen, die Arbeit als Prostituierte am eigenen Leib zu erfahren.
Amsterdam lässt sich auf Grachten und Kanälen gut vom Wasser aus erkunden. Es gibt auch Hausboote, in denen man wohnen kann.
Berühmt ist Amsterdam besonders für seine kleinen Kanäle, Grachten genannt. Zwischenzeitlich lockte auch der freie Handel mit Marihuana und ähnlichem Kraut zumindest die Jugend Europas in die niederländische Stadt. Und dann sind da im entsprechenden Distrikt auch noch die zahlreichen rot erleuchteten Fensterchen mit den vielen spärlich bekleideten Damen.
Ihretwegen würde vielleicht niemand in die Metropole reisen – aber wer schon immer mal wissen wollte, wie man sich als Hure in einem Amsterdamer "Fensterbordell" fühlt, kann jetzt versuchen, das nachzuempfinden. Denn das Prostituierten-Informationszentrum (PIC) bietet im Rotlichtviertel Touristen einen entsprechenden "Schnupperkurs" an. Die Idee stammt von PIC-Sprecherin Mariska Majoor, die selbst früher als "Fensterdirne" arbeitete. Aus dem Job ist sie längst ausgestiegen, doch ihr Geld verdient sie noch immer im Amsterdamer Roltlichtviertel "Op de wallen" – inzwischen allerdings mit geführten Touren. Dabei versucht die 39-Jährige den Besuchern zu erklären, was der Job hinter dem Fenster für die Frauen bedeutet. "Aber erst wenn ich sie mitnehme, gehen ihnen die Augen auf", sagt die Ex-Prostituierte.
Die Tour dauert samt Probesitzen im "Fensterbordell" eine Stunde und kostet 12,50 Euro. Und wer keinen Drang nach einem "Schnupperkurs" verspürt, der kann in Amsterdam ja noch immer auf Grachtenfahrt gehen.
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