09.06.12

Promi-Immobilie

Versace-Villa für 125 Millionen Dollar zu verkaufen

Die Villa in Miami, vor der Modedesigner Gianni Versace erschossen wurde, steht zum Verkauf. In dem Luxushaus gibt es fast so viele Bäder wie Zimmer.

Foto: EFE

Prachtbau und Ort eines grausamen Mordes: Die Villa Casa Casuarina in Miami Beach steht zum Verkauf.

8 Bilder

Zehn Zimmer, elf Bäder, bester Meeresblick und ein mit vergoldeten Mosaiksteinchen umfasster und 17 Meter langer Pool – in Miami Beach steht die Villa "Casa Casuarina" am 1116 Ocean Drive zum Verkauf. Der Kaufpreis für die Immobilie liegt nach dem Exposé eines Maklers für Luxusimmobilien bei 125 Millionen Dollar (ca. 100 Millionen Euro).

Der neue Besitzer darf nicht an schlechte Omen glauben, denn die "Casa Casuarina" – besser bekannt als die Versace-Villa – war Schauplatz eines grausamen Verbrechens. Der Designer wurde dort am Morgen des 15. Juli 1997 auf den Treppen des Eingangsportals von dem Serienkiller und Callboy Andrew Philip Cunanan erschossen, als er vom Zeitungseinkauf heimkehrte.

Versaces langjähriger Lebensgefährte D'Amico hatte damals Schüsse im Haus gehört, war nach draußen geeilt und den sterbend Designer vor der Villa entdeckt. Sein Mörder hatte ihn mit zwei Kopfschüssen niedergestreckt. Versace hatte keine Chance. Die Hintergründe der Tat wurden bis heute nie richtig aufgeklärt.

Inzwischen ein Hotel

Nach Versaces Ermordung ging die Villa im Jahr 2000 für 20 Millionen Dollar in den Besitz des Unternehmers Peter Loftin über. Im Jahr 2009 entstand darin ein Boutique-Hotel unter dem Namen "The Villa By Barton G". Eine Übernachtung kostet heute ab 806 Dollar.

Der größte Teil des Interieurs wurde so belassen, wie es Versace für das Haus, das 1930 im spanischen Kolonialstil gebaut wurde, vorgesehen hatte. Der Designer hatte das Gebäude im Jahr 1992 für zehn Millionen Dollar gekauft. Es war in einem schlechten Zustand. Versace investierte noch einmal 33 Millionen Dollar in den Umbau.

Versaces Schwester Donatella sagte einmal über die Villa und ihre Einrichtung: "Jedes Zimmer ist ein anderer Traum von Gianni."

Die Einrichtung ist dementsprechend extravagant, man könnte es auch schwülstig nennen: Es gibt Räume mit Wand- und Deckengemälden in Form eines Blumengarten mit putzigen Putten und Geige spielenden Knaben. An vielen Wänden ist das Kolumbus-Wappen zu finden – der Entdecker inspirierte damals den Architekten, der das Gebäude entwarf.

Mehrere Zimmer sind mit schweren Holzbetten und Kronleuchtern ausgestattet. Im Garten um den Innenhof mit dem vergoldeten Pool stehen etliche Skulpturen. Viele Stars residierten hier bereits und genossen den unverbauten Blick aufs Meer, eine Suite ist sogar nach Madonna benannt.

Hintergrund für den Immobilienverkauf sind offenbar Rechtsstreitigkeiten um einen 25-Millionen-Kredit, mit dem die Betreiberfirma belastet, wie Branchendienste berichten. Involviert ist neben der WestLB auch die Deutsche Bank.

Quelle: kami
© Berliner Morgenpost 2013 - Alle Rechte vorbehalten
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Vermisst Sharlyn Weigmann
21:14Suche nach Mädchen
Sharlyn aus Hellersdorf vermisst – Großeinsatz der Polizei

Sharlyn wurde Montagvormittag zuletzt auf einem Spielplatz in Hellersdorf gesehen. Seither fehlt von dem Mädchen jede Spur. Die Polizei sucht mit Hunden und Hubschrauber. mehr...

Astronomie
19:00Terminvorschau
Das bringt der Tag in Berlin am Dienstag

Berlin hat jeden Tag Neues zu bieten. Politische Termine, Demonstrationen, Prozesse, Theater, Konzerte. Hier finden Sie eine Auswahl der Berliner Morgenpost für Dienstag, den 21. Mai. mehr...


Die kilometerlangen Rohrleitungen gehören zur Brandschutzanlage des BER-Terminals. Erst wenn sie stabil funktioniert, darf der neue Flughafen eröffnet werden
21:15Sprinkleranlage
Am BER tut sich was – Erstes Umbauprojekt seit Mehdorns Antritt

Wann der BER eröffnet, ist noch immer völlig unklar. Nun soll zumindest ein großes Manko beseitigt werden: Die Sprinkleranlage wird umgebaut, statt einer zentralen soll es drei separate Anlagen geben. mehr...


Kupferklau an Bahnschienen: Die Polizei kontrolliert einen Abschnitt in Marzahn
15:55Kriminalität
Metalldiebstahl – Kampf gegen die Wilderer der Großstadt

Erdungskabel, Grabplaketten: Vor Metalldieben ist nichts sicher. Die Deutsche Bahn registrierte 2012 Schäden von 17 Millionen Euro. Die Polizei fahndet mit modernster Technik. Wir haben sie begleitet. mehr...

Leser-Kommentare Kommentare
Leserkommentare sind ausgeblendet.
Kommentare einblenden
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

Die Moderation der Kommentare liegt allein bei MORGENPOST ONLINE.
Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in der Netiquette.
blog comments powered by Disqus
 
Top-Thema
title
Start-ups in Berlin

Gründerzeit: Die Serie und das Blog der Berliner Morgenpost.

Video Nachrichten mehr
Umzug Karneval der Kulturen 2013 - Berlin ist bunt
Unwetter Starke Tornados verwüsten vier US-Bundesstaaten
Der Futiklub Absolutely Ferguson
Zeit für Neues Beckham beendet seine aktive Fußballkarriere
 
title
Abi 2012

Hier finden Sie eine Übersicht der Abiturienten.mehr

1085783744.jpg
Ausbildung 2013

Ratschläge zur erfolgreichen Gestaltung und zur Berufswahlmehr

Bildschirmfoto 2013-05-07 um 15.39.57.png
Outletcenter

Diese Outletcenter bieten gute Ware zu günstigen Preisen... mehr

Top Bildershows mehr
Jeden Tag

Kopfnoten für Politiker, Manager und Prominente

Willkommen in Berlin

Hurra, ich bin da! Das sind Berlins süße Babys

Fotogalerie

Das sind die Berliner Bilder des Tages

Zweite Liga

Die Aufstiegsfeier von Hertha

 
In eigener Sache
Weitere Morgenpost Angebote