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21.03.09

Michelle Obamas Gemüsegarten

Hier buddelt die First Lady noch selbst

Michelle Obama ernährt sich und ihre Familie gerne gesund. Die Zutaten dafür kann sie demnächst sogar selbst ernten: Mit Washingtoner Schulkindern legte sie jetzt im Garten des Weißen Hauses einen Nutzgarten an. Dort werden bald Obst, Gemüse und Kräuter gedeihen. Profitieren soll davon aber nicht nur die Präsidentenfamilie.

DPA

Einmal mehr viel Modemut bewies die neue First Lady Michelle Obama mit der Wahl ihrer Garderobe: Bei der Amtseinführung ihres Mannes, des neuen amerikanischen Präsidenten Barack Obama, trug Michelle Obama ein Ensemble der aus Kuba stammenden Avantgarde-Designerin Isabel Toledo.

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Seit Barack Obama im Weißen Haus residiert, ändert sich dort einiges: Nicht nur, dass sich der US-Präsident weigert, in seinem neuen Zuhause eine Krawatte zu tragen. Jetzt gräbt die First Lady auch noch den Garten um. Am Freitag machte sich Michelle Obama mit Washingtoner Schulkindern daran, einen Bereich im Süden des Geländes umzugraben, damit dort im Frühjahr Gemüse angepflanzt werden kann.

Mit Schaufeln, Harken und Schubkarren bereiteten die 26 Schulkinder gemeinsam mit der First Lady zunächst die Beete vor. Sie entstehen im Bereich des Südrasens vor dem Weißen Haus auf einer Fläche von rund 100 Quadratmetern. In den kommenden Wochen sollen dort Spinat, Broccoli, Kohl und Spinat ausgesät oder gepflanzt werden, daneben auch allerlei Küchenkräuter sowie Brombeeren und Himbeeren.

Sogar Bienenkästen sollen in Michelle Obamas Garten ihren Platz finden. "Wir werden versuchen, hier unseren eigenen Honig zu erzeugen", sagte die Frau von Präsident Barack Obama am Freitag ihren kleinen Helfern von der Bancroft Elementary School in Washington.

"Heute bereiten wir den Boden vor", sagte Obama zu den Kindern. "In ein paar Wochen beginnen wir mit dem Pflanzen." Sie rechne damit, dass noch vor den Sommerferien "eine Menge tolles Gemüse und Früchte" zu ernten sei. Auch für die nahegelegene Armenküche "Miriam's Kitchen", wo Michelle Obama kürzlich Mahlzeiten mit ausgeteilt hat, solle etwas abfallen.

Im April kommen die Schüler wieder ins Weiße Haus, um beim Aussähen und den Pflanzarbeiten zu helfen. Und auch bei der Ernte und beim Einlegen und Einkochen von Gemüse und Früchten sollen die Schulkinder dabei sein.

Sie habe mit ihrer Familie schon gleich nach dem Einzug im Januar über den Garten gesprochen, sagte Michelle Obama. Mit dem Nutzgarten will die First Lady ein Zeichen für gesündere Ernährung setzen: "Ich hoffe, dass über die Kinder auch deren Familien erzogen werden, und dies wiederum die Gesellschaft erzieht", sagte Michelle Obama der "New York Times". Sie hatte sich schon mehrfach öffentlich für eine bessere und gesündere Ernährung vor allem der amerikanischen Kinder eingesetzt, von denen viele übergewichtig sind.

Die First Lady legte am Freitag selbst mit Hand an, um die Grassohle mit Spaten und Rechen abzutragen. Nach getaner Arbeit setzten sich die Schulkinder mit der Präsidentengattin an drei große Picknicktische im Garten des Weißen Hauses und stärkten sich mit Apfelsaft, Äpfeln und Keksen – gebacken in der Form einer Schaufel.

Einige der Erzeugnisse aus dem Präsidenten-Garten sollen im Weißen Haus auf den Tisch kommen, auch bei offiziellen Anlässen. "Ich möchte, dass unsere Familie, die Angestellten und die Gäste im Weißen Haus wirklich frisches Gemüse und Obst bekommen", sagte Michelle Obama. Im Ziergarten des Weißen Hauses stehen bislang Zinnien, Kapuzinerkresse und Ringelblumen.

Zuletzt hatte die frühere First Lady Eleanor Roosevelt mit dem "Victory Garden" (Siegesgarten) während des Zweiten Weltkrieges einen Nutzgarten im Weißen Haus. Verschiedene grüne Bürgerinitiativen hatten sich dafür eingesetzt, dass die Obamas diese Tradition wieder aufleben lassen. Es wäre ein Symbol für die Bedeutung lokal angebauter, gesunder Ernährung in wirtschaftlich schwierigen Zeiten, argumentierten sie.

Quelle: AP/AFP/dpa/lha
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