Gebührenwahn
GEZ schickt Zahlungsbescheid an Adam Ries
Donnerstag, 28. Januar 2010 14:25Der vor 450 Jahren verstorbene deutsche Rechenmeister Adam Ries soll Rundfunk- und Fernsehgebühren bezahlen. Die Gebühreneinzugszentrale Köln (GEZ) habe einen entsprechenden Bescheid an Herrn Adam Ries verschickt.
Rein rechentechnisch sei es nicht zu kritisieren, wenn die GEZ noch immer mit dem großen Rechenmeister rechne, kommentierte die Stadtverwaltung Annaberg-Buchholz den Vorgang. Immerhin habe Ries mit seinen Rechenbüchern zu Beginn des 16.Jahrhunders wichtige Grundlagen für die Rechenkunst gelegt. Wenn er jedoch als Person 450 Jahre nach seinem Tod aufgefordert werde, seine Rundfunk- und Fernsehgeräte anzumelden, dann scheine sich in den Verwaltungsetagen der GEZ doch ein gehöriger Rechenfehler eingeschlichen zu haben. Am 30. März wird der 450. Todestag von Ries in Annaberg-Buchholz mit einer Festveranstaltung in der Bergkirche St. Marien feierlich begangen. Unter der Schirmherrschaft von Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) erinnern der Adam-Ries-Bund, Wissenschaftler und die Stadt an das Leben und Werk des Gelehrten. Dabei sollen „Quellen zu Adam Ries“ – der erste Band einer fünfbändigen Reihe - sowie das Buch „Annaberger Rechenmeister-Kolloquien 1996-2008“ vorgestellt werden.ddp/gr
Erschienen am 10.03.2009
















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