14.04.2010, 17:25

Verkaufsstopp Empörung über britischen "Pädophilen -Bikini"

Primark accused of exploiting children

Foto: picture alliance / empics / picture alliance / empics/PA Wire

Primark accused of exploiting children Foto: picture alliance / empics / picture alliance / empics/PA Wire

Pink mit goldenen Sternen und "Push-up"-Polster: So sexy sah ein Kinder-Bikini aus, den eine britische Mode-Kette nach heftiger Kritik aus dem Sortiment genommen hat. Die aufreizende Bademode war für etwa gerade einmal siebenjährige Mädchen angeboten worden. Die Presse schimpft über den "Pädophilen-Bikini".

Nach heftiger Kritik an einem gepolsterten Bikini-Oberteil für Kinder hat eine britische Handelskette den Verkauf des umstrittenen Kleidungsstücks gestoppt. Ein Sprecher der Billig-Kette Primark entschuldigte sich in London bei den Kunden dafür, ein "öffentliches Ärgernis" ausgelöst zu haben. Er teilte mit, der Verkauf sei mit sofortiger Wirkung eingestellt.

Das wie ein kleiner Push-up gestaltete Bikini-Oberteil für etwa siebenjährige Mädchen hatte zu heftiger Kritik an der übermäßigen Sexualisierung von Kindern geführt. Die britische Boulevardzeitung "Sun" empörte sich auf ihrer Titelseite über den "Pädophilen-Bikini".

Die britische Organisation The Children's Society, die sich gegen Kindesmissbrauch einsetzt, hatte kritisiert, dass Primark "gewissenslos" handle und junge Mädchen frühzeitig sexualisiere. Auch Politiker zeigten sich empört.

Die bisherigen Verkaufserlöse sollen nun an Wohltätigkeitsorganisationen zum Schutz von Kindern gespendet werden, teilte Primark weiter mit. Vertreter von Kinderschutzorganisationen reagierten erleichtert auf den Verkaufsstopp.

Die Bikinis kosteten vier Pfund (rund 4,50 Euro) und wurden in pink mit goldenen Sternen oder schwarz mit weißen Punkten angeboten. Primark ähnelt Ketten wie H&M und verkauft billige Mode hauptsächlich für junge Leute. Das irische Unternehmen hat international Filialen, darunter auch zwei in Deutschland.

(dpa/AFP/jp)
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