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Der Wochenend-Tipp

Wo sich Kaffee und Kunstgenuss ergänzen

Das Schöne an Museumscafés ist: Man spart sich die Mühe eines Ausstellungsbesuchs und fühlt sich doch dem Alltag entrückt, kaum dass man neben einem Matisse einen Cappuccino trinkt. Mancher Cafébesucher kommt aber so auch erst auf den Geschmack zu einem Rundgang.

Hier sind unsere Tipps.

Zehlendorf

Die Cafeteria der Museen Dahlem befindet sich hell und einladend im Eingangsbereich. Man sitzt auf Stahl-Design zwischen großen Pflanzen und blickt in den Garten. Das Restaurant im Souterrain ist bekannt für die Gourmet-Lesungen von "Esskultur". Heute liest Paul Sonderegger um 16 Uhr aus dem Roman "In 80 Tagen um die Welt", dazu werden Speisen aus den Gegenden des Romans serviert.

Museen Dahlem, Lansstr. 8. Tel. 83 01 226, Museen Di.-So. 10-18 Uhr, Café 12-17.30 Uhr, Restaurant 10-15.30 Uhr. Esskultur Tel. 68 08 93 44

Der Käsekuchen in dem kleinen, hellen Café des Hauses am Waldsee wäre alleine schon einen Besuch wert. Doch weil eine Ausstellung ausfiel, sind Haus und Café im März gesperrt. Die nächste Ausstellung ist dann ab 1. April mit den Comic-Collagen von Arturo Herrera zu sehen.

Haus am Waldsee, Argentinische Allee, 30. Tel. 801 89 35, Di.-So. 11-18 Uhr, Mo. geschl., Eintritt fünf Euro

Charlottenburg

Die Kleine Orangerie im Schloss ist gastronomisch zweigeteilt. Im Café, dem "Wintergarten", sitzt man freundlich-hell zwischen großen Pflanzen. Hier frühstückt auch schon mal die Nachbarschaft, während das "Schlosszimmer" daneben gediegene Wohnzimmer-Atmosphäre ausstrahlt. An den Wänden hängen Küchen- und Schlossgegenstände. Und für Verliebte ist das Kaminzimmer mit der Büste von Königin Luise der beste Platz.

Schloss Charlottenburg, Spandauer Damm 10-22. Tel. 322 20 21, Di.-So. 10-19 Uhr, Mo. geschl.

Der Bezirk ist nicht mehr Berlins Top-Adresse bei den Museen, hat aber mit dem Café der Sammlung Scharf-Gerstenberg im östlichen Stüler-Bau eine der schönsten Cafeterien. Der Raum ist sehr groß, die Backsteinwände und die geschmackvolle Holzgestaltung gehen eine ansprechende architektonische Verbindung ein, die große Glasfront lässt viel Licht einfallen. Das Café bedient auch die gegenüber liegende Sammlung Berggruen, die Abguss-Sammlung antiker Plastiken, das Bröhan-Museum und das Heimatmuseum.

Sammlung Scharf-Gerstenberg, Schloßstr. 70. Tel. 34 35 73 15, Di.-So. 10-18 Uhr

Tiergarten

Die Kunst ist groß - das Café klein: das gilt für die Neue Nationalgalerie. Im Souterrain sitzt man in einer überdimensionierten Glaskabine mit postmodernem Interieur: weiße Wände, dunkles Gestühl. Kuchen und Kaffee können mit der Kunst aber locker konkurrieren.

Neue Nationalgalerie, Potsdamer Str. 50. Tel. 266 42 45 10, Di.-So. 10-18 Uhr

Zum Szenecafé der Freunde der Gegenwartskunst und der Eventbesucher gleichermaßen hat sich der Hamburger Bahnhof entwickelt, seit Promi-Köchin Sarah Wiener das Café und Restaurant übernommen hat. In warmen Dunkelrot-Tönen sitzt man bequem und doch aufgeräumt an Holztischen. Kunst- und Business-Leute treffen sich zum Gespräch, und für Kinder gibt es eine Bücher- und Krabbel-Ecke.

Hamburger Bahnhof, Invalidenstr. 50. Tel. 70 71 36 55, Di.-Fr. 10-18, Sbd. 11-20, So. 11-18 Uhr

Mitte

Staatstragende Gediegenheit atmet das Café und Restaurant des Deutschen Historischen Museums. Man sitzt in schweren braunen Lederfauteuils, Lüster hinter Plexiglas-Zylindern und echte Kerzen vor Silberschalen an den Wänden sollen wohl Neo-Klassizismus darstellen. Die Karte bietet Deftiges wie Linseneintopf, aber auch einen Espresso Zermatt (mit Eis und Sahne) oder Apfelstrudel.

Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 2.Tel. 20 64 27 44, tgl. 10-19 Uhr

Etwas versteckt, links vom Haupteingang um die Ecke herum, liegt das kleine, aber immerhin hübsche Café im Alten Museum. Eine freundliche Holztäfelung und guter Kuchen verlocken zum Verweilen in den Pausen.

Altes Museum, Am Lustgarten. Tel. 20 90 55 77, Mo.-Mi. 10-18, Do. 10-22, Fr.-So. 10-18 Uhr

Während das Pergamonmuseum Weltruf genießt, strahlt die Cafeteria in dem von Baugerüsten verdeckten Gebäude noch den morbiden Charme einer ehemaligen HO-Gaststätte aus. Passend dazu findet der Besucher den "Kaffee komplett". Nur für echte Nostalgiker zu empfehlen.

Pergamonmuseum, Am Kupfergraben 5. Tel. 20 90 55 77, Mo.-Mi. 10-18,Do. 10-22, Fr.-So. 10-18 Uhr

Klassizistische Pracht und den Glanz einer erhabenen Architektur - klar, schlicht, hell - genießt man im Bode-Museum. Das Café in der ersten Etage des Museums betört geradezu mit baulicher Schönheit und Eleganz. Dazu ist es wenig besucht. Ein Geheimtipp.

Bode-Museum, Bodestr. 1-3. Tel. 266 42 42, Mo.-Mi. 10-18, Do. 10-22, Fr.-So. 10-18 Uhrlim

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