18.11.2010, 03:08

Pianist Benyamin Nuss Musik aus der Konsole

Wenn Benyamin Nuss Piano spielt, dann sitzt vornehmlich die "Generation Videospiel" im Publikum. Klassisch ausgebildet (der Bergisch-Gladbacher war Sieger im Bundeswettbewerb "Jugend musiziert", liebte bereits als Kind Chopin), wandte sich der heute 23-Jährige der Musik von Videospielen zu.

Und damit kommt der Name des japanischen Komponisten Nobou Uematsu ins Spiel. Ihm wurde in der Klassikwelt bisher wenig Beachtung geschenkt. Er schreibt Orchestermusik für Videospiele.

Benyamin Nuss hat Uematsus Werke für das Solo-Piano umarbeiten lassen. Die Stücke, die er spielt, stammen u.a. aus "Finals Fantasy", "Blue Dragon", "Lost Odyssey" oder "Rad Racer". Bearbeitet wurden sie von dem japanischen Anime-Komponisten Shiro Hamaguchi, dem russischen Komponisten Alexander Rosenblatt, dem finnischen Videospielmusikspezialisten Jonne Valtonen oder dem Deutschen Torsten Rasch, bekannt durch seinem "Rammstein-Liederzyklus". Benyamin Nuss will mit seiner Musik für junge Leute eine Brücke zwischen Klassik und Moderne bauen.

Klassik: Kammermusiksaal, Herbert-von-Karajan-Str. 1, Tiergarten, 24. Nov., 20 Uhr Tel. 6110 13 13

(goll)
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