Zweite Liga

Union braucht einen neuen Abwehrchef

Unions Abwehrchef Toni Leistner fehlt gegen Bielefeld. Als Ersatz bieten sich viele Optionen, Parensen scheint die beste zu sein.

Michael Parensen scheint als Ersatz für den gesperrten Toni Leistner die besten Karten zu haben

Michael Parensen scheint als Ersatz für den gesperrten Toni Leistner die besten Karten zu haben

Foto: nordphoto / Straubmeier / picture alliance / nordphoto

Berlin.  Mit wem Jens Keller, der Trainer des 1. FC Union, zumindest bis zum Ende seines derzeitigen Vertrages bis 2018 zusammenarbeiten wird, steht seit Freitag fest. Torwarttrainer Dennis Rudel verlängerte seinen Kontrakt beim Berliner Fußball-Zweitligisten ebenso bis 2018 wie Athletik- und Rehatrainer Martin Krüger. Co-Trainer Sebastian Bönig unterschrieb sogar einen unbefristeten Vertrag bei den Köpenickern.

Die Frage, wer im Heimspiel gegen Arminia Bielefeld am Sonntag (13.30 Uhr, Alte Försterei) Toni Leistner ersetzen soll, muss Keller jedoch erst noch beantworten. Unions Abwehrchef muss nach seiner fünften gelben Karte, kassiert zuletzt in Dresden (0:0) , zuschauen.

Keine Option ist offenbar Fabian Schönheim, nach Leistner und Roberto Puncec eigentlich Innenverteidiger Nummer drei. Der Abwehrspieler hat gerade erst seine Adduktorenverletzung auskuriert, die er sich im Test gegen Heidenheim während des Trainingslagers in Spanien im Januar zugezogen hatte. Zwar steht Schönheim bereits wieder im Mannschaftstraining, "aber nach erst zwei Einheiten wird es schwierig", sagte Keller am Freitag, "es sieht nicht so aus, dass er gegen Bielefeld dabei sein kann."

Pogatetz ist topfit, aber ohne Spielpraxis

Emanuel Pogatetz ist zwar bereits seit Monaten ohne Spielpraxis, sein einziger Saisoneinsatz datiert im Oktober vergangenen Jahres, als er beim 3:1 in Aue für den damals Gelb-Rot-gefährdeten Leistner eingewechselt wurde. Körperlich ist der Österreicher allerdings topfit. Auch dass er sich im Training trotz seiner wochenlangen Nichtberücksichtigung – Pogatetz stand oft nicht einmal im Kader – nie hängen lässt, spricht für ihn.

So wird sich Keller überlegen müssen, ob er einen einfachen personellen Wechsel vornimmt oder eine kleine Rochade. Diese scheint nicht ausgeschlossen, wie der Coach durchblicken ließ. "Wir haben auch noch eine Option mit Michael Parensen, der auch in der Innenverteidigung spielen kann", sagte Keller. Für Unions Defensivallrounder müsste Puncec jedoch einen Platz nach rechts rücken. Angesichts seiner kämpferisch guten Leistung zum Rückrundenauftakt gegen den VfL Bochum hat Parensen wohl die besten Karten.

Schließlich gibt es noch eine Variante. Christopher Trimmel, Unions Rechtsverteidiger, könnte in der Viererkette in die Mitte rücken. Seinen Platz könnte Benjamin Kessel übernehmen, der seine Oberschenkelverletzung aus der Vorbereitung auskuriert hat und gegen Bochum und Dresden bereits zu Kurzeinsätzen kam. Zugleich würde das Duell der zwei Rechtsverteidiger Fahrt aufnehmen. Beide Verträge laufen im Sommer aus. Es darf bezweifelt werden, dass Union beide Profis halten wird.

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