Zweite Liga
Union pokert um Verbleib von Leih-Stürmer Terodde
Auch wenn Simon Terodde erst ein Zweitligator erzielt hat, könnte der Stürmer auch in der nächsten Saison für Union Berlin spielen. Der verleihende 1. FC Köln will ihm keine Steine in den Weg legen – und dementierte eine Millionen-Ablöse.
Von Michael Färber
Es dürfte ein launiger Abend gewesen sein, den Simon Terodde am Donnerstag verbracht hat. Zusammen mit Mannschaftskamerad Michael Parensen und Videoanalyst Daniel Stenz – alle drei kennen sich aus gemeinsamen Zeiten beim 1. FC Köln – war der Stürmer des 1. FC Union essen. Das Quartett komplettierte ein weiterer alter Bekannter: Frank Schaefer. Der Nachwuchskoordinator der Kölner, der sich auch um die Leihspieler des Bundesligisten kümmert, weilt zwei Tage in der Hauptstadt.
Er will sich nach Teroddes Zustand beim Berliner Zweitligisten erkundigen. "Und auch mal mit Trainer Uwe Neuhaus und den Verantwortlichen von Union sprechen", sagte Schaefer. Dabei wird es vor allem um eine Frage gehen: Was wird aus Simon Terodde am Saisonende? Der Angreifer ist bis Sommer vom 1. FC Köln, wo er einen Vertrag bis 2013 besitzt, ausgeliehen. Und dort ist man derzeit eher nicht daran interessiert, ihn im Sommer zurückzuholen.
Mit Teroddes Entwicklung ist man in Köln zwar sehr zufrieden, trotz seiner geringen Torausbeute von jeweils einem Treffer in DFB-Pokal und Liga. "Aber beim FC wird er nicht diese Einsatzmöglichkeiten bekommen, die er sich erhofft und auch haben muss. Er ist ja kein 18-Jähriger mehr", erklärte Schaefer: "Deshalb ist es durchaus eine vorstellbare und möglicherweise anzustrebende Konstellation, dass man sich einigt und Simon bei Union bleibt." Auch weil der 23-jährige Profi bis zu seiner Verletzung im Oktober 2011 (Innenbandanriss im rechten Knie) Stammspieler gewesen sei. Immerhin brachte es der 1,92-Meter-Mann bei Union auf zwölf Einsätze (acht von Beginn an).
Für Terodde ist Union eine Option
Selbst für Terodde ist eine Zukunft an der Alten Försterei denkbar: "Ich kann mir natürlich vorstellen, zu bleiben, wenn mich der Trainer haben will und mit mir zufrieden ist." Und auch bei Trainer Neuhaus ist "der Wunsch vorhanden", den Profi zu behalten: "Er ist ein Spieler mit Perspektive, zumindest für Union." Die kolportierte Ablösesumme von einer Million Euro sei laut Frank Schaefer jedoch "absoluter Nonsens. Wir wollen ja nicht irgendwelche Steine in den Weg legen, sondern eine gute Lösung finden".
Eine andere Personalie könnte Union dabei in die Karten spielen. Durch einen möglichen Weggang von Halil Savran – der Angreifer wird mit Ligakonkurrent Erzgebirge Aue in Verbindung gebracht – und dessen eingespartes Gehalt bis Sommer wären finanzielle Mittel für den Terodde-Transfer frei. Der Poker um Terodde hat jedenfalls begonnen.
SV Krechting
VfL Rhede
1. FC Bocholt
MSV Duisburg
Fortuna Düsseldorf (ausgeliehen von MSV Duisburg)
1. FC Köln
Union Berlin (ausgeliehen von 1. FC Köln)
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