Zweite Liga
Ex-Bundesliga-Profi Madouni wechselt zu Union
Zweitligist 1. FC Union hat den früheren Bundesliga-Profi Ahmed Madouni verpflichtet. Der Verteidiger wechselt nach Vereinsangaben ablösefrei zur kommenden Saison nach Berlin. Der Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2013 und gilt nicht nur für die 2. Bundesliga.
Es wird wieder gebaut beim 1. FC Union. An der neuen Mannschaft, die in der kommenden Saison eine gute Rolle spielen soll. So verstärkt mit Ahmed Madouni ein erfahrener Verteidiger die Defensive des Berliner Fußball-Zweitligisten. Der 29-jährige Algerier kommt ablösefrei vom französischen Zweitligisten Clermont Foot, kann zudem auf 85 Bundesliga-Einsätze für Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen verweisen. Darüber hinaus kam Madouni elfmal in der Champions League und achtmal in der Europa League zum Einsatz. In seiner Dortmunder Zeit war der jetzige Union-Coach Uwe Neuhaus Co-Trainer von Matthias Sammer bei der Borussia. Der Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2013 und gilt für die 1. und 2. Bundesliga. Für Trainer Uwe Neuhaus ein weiterer wichtiger Baustein nach den Verpflichtungen von Torwart Marcel Höttecke und Defensivmann Jerome Polenz.
Dafür wird auf einer anderen Baustelle die Arbeit ruhen, zumindest für den Rest des Jahres. Es fehlt das Geld, um mit den Arbeiten für die neue Haupttribüne beginnen zu können. Noch immer ist die Finanzierung des rund 15 Millionen Euro teuren Objekts nicht gesichert. Weshalb sich die Klubverantwortlichen, allen voran Präsident Dirk Zingler, dazu entschieden haben, frühestens 2011 die Bagger an der Alten Försterei wieder rollen zu lassen.
"Wir sind nach wie vor in Gesprächen", wie Zingler wissen ließ. Es geht um das Gesamtpaket der Finanzierung, welches den Verein auch bei einem möglichen, wenn auch nicht erwarteten Abstieg in die Dritte Liga nicht vor den Ruin stellen soll. Genug Negativbeispiele gibt es bei der direkten Konkurrenz. So musste bei Alemannia Aachen die Stadt einspringen, um mit einer Ausfallbürgschaft in Höhe von 5,5 Millionen Euro die drohende Insolvenz zu verhindern. Die Alemannia hatte beim Bau des neuen Tivoli-Stadions Zahlungen vorfinanziert, die nicht ausgeglichen werden konnten. Und die Liquiditätslücke bei Arminia Bielefeld in Höhe von zwölf Millionen Euro resultiert zum Großteil aus dem Neubau der Osttribüne des Stadions. Auch hier soll die Stadt mit wenigstens sechs Millionen Euro einspringen. Szenarien, die man bei Union vermeiden will, um jeden Preis.
Ungeduldig wird man in Köpenick ob der Verschiebung nicht. Zingler: "Wir warten lieber." Wichtig sei eine wasserdichte Finanzierung. Deshalb sollen auch mögliche Mehreinnahmen durch den Neubau nicht für Baukosten verwendet werden. Es gelte, mit dem zusätzlichen Ertrag Union sportlich weiter zu entwickeln, sagt Zingler.
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