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Remis in Fürth

Union Berlin kommt nicht vorwärts

Sie mühten sich, doch sie vollbrachten wenig. Die Partie zwischen der SpVgg Greuther Fürth und Union Berlin endete verdient 0:0. Zum vierten Mal in Folge blieb Union sieglos. Doch der Trainer war am Ende durchaus zufrieden.

Eine Minute gab es als Zugabe. Mehr hatte die Partie des 1.FC Union bei der SpVgg Greuther Fürth auch nicht verdient. Es war ein schwaches Spiel, das die beiden Fußball-Zweitligisten am 26. Spieltag ablieferten. Und doch zeigte sich Uwe Neuhaus, Trainer der Berliner, nicht unzufrieden über das torlose Unentschieden: „Unsere Rechnung ist zu 100 Prozent aufgegangen.“

Trotz des vierten Spiels in Folge ohne Sieg ist Union zwar weiter Tabellenzehnter, doch der Aufsteiger blieb im sechsten der neun Rückrundenpartien ohne eigenen Treffer. Dass es Freitagabend gegen die zweitbeste Rückrunden-Mannschaft ging (Fürth blieb zum siebten Mal in diesem Jahr ohne Gegentor), kann dabei nur bedingt als Begründung herhalten.

Vor der Partie hatte Neuhaus die eine oder andere Änderung angekündigt. „Nichts Dramatisches“, wie es der Coach gern bezeichnet. Die Rückkehr zum Ein-Mann-Sturm ist jedoch schon mehr als nur eine personelle Umbesetzung. So feierte Karim Benyamina sein Comeback in der Startelf. Zusammen mit Chinedu Ede sollte der Angreifer hinter der einzigen Spitze John Jairo Mosquera für Offensivschwung sorgen. Für Hüzeyfe Dogan bedeutete die taktische Umstellung einen Platz auf der Bank, erst in der Schlussminute durfte er für Mosquera aufs Feld.

Darüber hinaus kehrte Daniel Göhlert nach seiner Sperre für Daniel Schulz in die Vierer-Abwehrkette zurück. Und überraschend auch Michael Bemben. Der 34-Jährige, dessen im Sommer auslaufender Vertrag nicht verlängert wird, durfte sich mal wieder für einen anderen Verein empfehlen. Er ersetzte Christoph Menz auf der rechten Abwehrseite, führte die Köpenicker Kicker sogar als Kapitän aufs Feld.

Bemben hatte auch die größte Chance des Spiels für Union. Doch bei seinem Schuss aus Nahdistanz rettete Fürths Torwart Max Grün mit einem Reflex das Remis. Augenblicke zuvor war Grün bei einem Freistoß von Torsten Mattuschka zur Stelle (84.). In Halbzeit eins stand bei einem 18-Meter-Schuss von Michael Parensen nur die Latte zwischen Torjubel und erneutem Frust (27.). „Drei Punkte waren möglich. Schade, dass die Riesenchance von Michael Bemben nicht reingegangen ist“, haderte Abwehrspieler Patrick Kohlmann.

Beide Mannschaft mühten sich, den 5450 Zuschauern – darunter rund 400 Union-Anhänger – auf schwierigem Untergrund ein gutes Zweitliga-Spiel zu präsentieren. Doch viele Aktionen verpufften auf beiden Seiten bereits im Ansatz. Und konnte das Mittelfeld doch einmal schnell überbrückt werden, ließ der Abschluss zu wünschen übrig. So wie nach knapp einer Stunde, als Ede mit einem langen Ball Benyamina auf die Reise schickte. Dessen Schuss trudelte jedoch links am Tor vorbei.

Schließlich mussten die Unioner noch froh sein, überhaupt einen Punkt geholt zu haben. Erst verfehlte Fürths Christopher Nöthe knapp (34.), später traf Sercan Sararer den Außenpfosten (62.). Und kurz vor Schluss war Union-Torwart Jan Glinker bei einem Freistoß von Milorad Pekovic (88.) und einem Fernschuss von Leonard Haas (90.+1) zur Stelle. Richtig geärgert haben dürfte sich Dominic Peitz, der die fünfte Gelbe Karte sah (88.) und morgen in einer Woche im Heimspiel gegen Aachen gesperrt ist.BMO



Erschienen am 12.03.2010

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