Zweite Liga
Union muss Darlehen später zurückzahlen
Mittwoch, 10. März 2010 19:56 - Von Marcel SteinFußball-Zweitligist Union Berlin ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur finanziellen Konsolidierung gelungen. Der Verein einigte sich mit dem Investor Michael Kölmel darauf, die Rückzahlung eines ursprünglich zum 30. Juni 2010 fälligen Darlehens in Höhe von 5 Millionen Euro zu verschieben.
Wie nur zwei Siege aus 14 Spielen wirken, muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Tabelle der Zweiten Fußball-Bundesliga könnte aber vielleicht einen Anhaltspunkt zur Deutung geben. Vor 14 Spielen, da hatte der 1.FC Union noch Kontakt zu den vorderen Tabellenplätzen. Mittlerweile ist der Abstand nach unten geringer als der nach oben. Das kann man schon als Trend bezeichnen.
Muss man aber nicht. Christian Beeck jedenfalls will keinen erkennen, der Sportdirektor der Köpenicker spricht von einer Tendenz, die „uns eingeredet wird“. Durchbrechen würde er sie aber trotzdem gern, am Freitag bei Greuther Fürth (18 Uhr, Sky live), mit einem der ganz seltenen Auswärtssiege.
Obwohl nun aber manche Union negative Trends einreden, eine gewisse Abschlussschwäche bei den Stürmern bemängeln oder Risse im familiären Mannschaftsgefüge erkennen wollen, machte Beeck am Mittwoch im Medienraum der Berliner nicht den Eindruck, als würde es ihn ernsthaft stören. Was vielleicht daran gelegen hat, dass ein paar Meter weiter, in der Geschäftsstelle, Entscheidungen getroffen wurden, die auch Beecks zukünftige Arbeit erleichtern könnten.
Union hat sich also mehr Luft verschafft, anstatt im großen Stil zurückzuzahlen, kann mehr investiert werden. „Mein Ziel ist es, die positive Entwicklung nachhaltig zu unterstützen“, sagt Kölmel, „die neue Vereinbarung trägt diesem Vorhaben Rechnung und gibt dem Verein weitreichende Planungssicherheit und die Möglichkeit, neue Ziele zu definieren.“ Natürlich auch sportliche, denn der neue Spielraum dürfte sich auch auf Beecks Budgets und damit seine Transferaktivitäten auswirken. Vielleicht verursacht das dann einen Trend in die andere Richtung, einen, den man sich nicht einreden lassen muss. Kölmel würde es sicher nicht stören, er will und soll ja schließlich etwas von seinem Engagement haben. Wie viel, ist erfolgsabhängig.


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