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2. Bundesliga

Union vergibt gegen Duisburg beste Chancen

Sie haben gekämpft, sich zahlreiche Möglichkeiten erspielt, den Gegner in der zweiten Halbzeit phasenweise eingeschnürt am Strafraum. „Alles war gut", sagte Uwe Neuhaus, Trainer des 1. FC Union, „außer die Chancenverwertung". Ergebnis: Union verliert gegen den MSV Duisburg 0:1.

Union-Stürmer John Jairo Mosquera ist nicht begeistert - die Berliner Zweitligistin verpassten im Spiel gegen den MSV Duisburg gute Chancen
Foto: dpa
Union-Stürmer John Jairo Mosquera ist nicht begeistert - die Berliner Zweitligisten verpassten im Spiel gegen den MSV Duisburg gute Chancen

Das Spiel war über weite Strecken ein Duell zwischen Union-Stürmer John Mosquera und MSV-Torwart Tom Starke. Am Ende stand mit 0:1 (0:0) die neunte Saisonniederlage, die Union auf Rang zehn abrutschen ließ. Die Erklärungsversuche, warum die Unioner zum fünften Mal in den vergangenen sieben Spielen keinen Treffer erzielen konnten, hatten alle denselben Tenor. Stellvertretend für die gesamte Mannschaft sei Chinedu Ede zitiert. „Momentan klebt uns schlicht das Pech am Fuß“, sagte Unions Offensivspieler.

Zusammen mit Mosquera bildete der Winterzugang das Sturmduo. Und musste somit aus nächster Nähe mit ansehen, wie vor 13.357 Zuschauern in der Alten Försterei zahlreiche Hochkaräter vergeben wurden. Beispiel Mosquera, der immer wieder frei vor MSV-Keeper Starke scheiterte: in der 23. Minute mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, per Heber aus sieben Metern (31.), mit einem Kopfball aus lediglich fünf Metern, den Starke mit einem Riesenreflex entschärfte (64.), oder noch einmal aus der Distanz (82.).

Gegentor nach Standardsituation

„Wir brauchen uns, was unser Spiel betrifft, nichts vorwerfen zu lassen“, kommentierte Dominic Peitz, weitere vergebene Möglichkeiten durch Michael Parensen (31.) und Karim Benyamina (73./79.) im Hinterkopf. So kam es, wie es kommen musste: Ein langer Freistoß von Ivica Grlic findet den Weg in den Union-Strafraum, wo Björn Schlicke den Ball per Drehschuss an Jan Glinker vorbei ins Tor wuchtet (56.). Für den Union-Schlussmann, der gegen Christian Tiffert (19./28.) noch glänzend reagiert und zudem Glück hatte, dass Srdjan Baljak ihm den Ball aus fünf Metern in die Arme spielt (28.), gab es im entscheidenden Moment wenig zu halten.

„Bis zum Tor haben wir alles richtig gemacht. Doch dann haben wir uns viel zu weit zurückgezogen und unsere Konter nicht verwandelt“, sagte Duisburgs Coach Milan Sasic. Mit Macht drängte Union nach dem Rückstand auf den Ausgleich. Durch die eingewechselten Benyamina, Kenan Sahin und Shergo Biran – der 31-Jährige lief versehentlich mit einem Trikot ohne Aufdruck des Hauptsponsors auf – hatten die Gastgeber am Ende sogar fünf Stürmer auf dem Platz. „Was uns gefehlt hat, war ein Tor“, sagte Peitz.

Schulz' Debüt geriet zur Pleite

So geriet auch das Startelf-Debüt in dieser Saison von Daniel Schulz zur Pleite. „Schade, dass wir verloren haben“, sagte der 24-Jährige, der die Berliner als Kapitän angeführt hatte. Der Abwehrmann hatte erwartungsgemäß den Platz des Gelb-Rot-gesperrten Daniel Göhlert in der Innenverteidigung eingenommen und bot eine ordentliche Leistung. Duisburger Konterchancen durch Olcay Sahan (77.) und einen Grlic-Freistoß (80.) konnte er jedoch nicht verhindern.



Erschienen am 07.03.2010

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